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Legales Gift in unseren Lebensmitteln: Glyphosat

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Weltweit ist Glyphosat das am häufigsten verwendete Unkrautvernichtungsmittel (=Herbizid). Es soll krebserregend wirken und weitere äußerst schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben. Nichtsdestotrotz hat die EU kürzlich beschlossen, die umstrittene Substanz für weitere 10 Jahre zuzulassen.

Gar nicht lecker: Glyphosat auf den Teller

Das von Monsanto entwickelte Herbizid namens Glyphosat startete seine Karriere noch unter dem Namen „Roundup“ und wird heute in unterschiedlichen Varianten von zahlreichen Firmen produziert und verkauft. Enthalten sind verschiedene Mengen an Glyphosat und Hilfsstoffen.Wie viele davon und welche genau das sind – daraus machen Monsanto und die anderen Produzenten ein „Geheimnis“. Alleine das erscheint uns schon sehr fragwürdig – immerhin kommen die Unkrautvernichtungsmittel mit künftigen Lebensmitteln in Kontakt, da müsste doch kontrolliert werden, was darin alles enthalten ist.

Aber der ansonsten recht stark ausgeprägte „Kontrollwahn“ unserer Behörden macht um Glyphosat noch an ganz anderen Stellen einen großen Bogen – dazu gleich mehr. Vorher möchten wir noch erwähnen, dass wir diesem Herbizid die Entwicklung von gentechnisch veränderten Pflanzen „zu verdanken“ haben. Denn das Gift vernichtet normalerweise sämtliche grünen Blätter – Gensoja und ähnliches dagegen verfügen über eine Herbizidtoleranz und wachsen trotz Behandlung mit Glyphosat weiter.

Der Gensoja wiederum wird in Europa bereits seit 1996 als Futtermittel eingesetzt und gelangt über Fleisch, Milch und Eier auf Ihre Teller. Hinzu kommen weitere Zusatzstoffe, die laut Umweltinstitut München e.V. sogar noch giftiger sind als das Glyphosat. So kam es, wie es kommen musste: Glyphosat konnte bereits im menschlichen Urin und Blut nachgewiesen werden. Außerdem ist eine deutliche Zunahme von Krankheiten bei Tieren festzustellen, die genmanipuliertes Futter erhalten. Die Behörden allerdings können oder wollen keinen Zusammenhang zwischen den Tiererkrankungen und Glyphosat erkennen.

Hoher Schaden und kaum Kontrollen

Laut aktuellen Studien birgt Glyphosat schon in geringster Konzentration hohe gesundheitliche Risiken – u.a. was die hormonelle Wirkung, Verursachung von Krebs, Erbgutschädigungen, Zelltod, Fruchtbarkeitsstörungen, schädliche Auswirkungen auf die Hormone und die Embryoentwicklung sowie Schäden an Niere und Leber betrifft. In den Jahren 2012 und 2013 berichtete Ökotest von Glyphosat in Getreideprodukten.

Besonders der stark glutenhaltige Weizen wirkt dadurch noch schädlicher auf den Darm, indem es ihn löchriger macht – Leaky Gut Syndrom genannt. Durch eine chronische Entzündung der Zellsysteme können zudem andere Krankheiten verursacht werden, u.a. Depressionen, Alzheimer, Diabetes, Multiple Sklerose, Herzerkrankungen oder Krebs.

Nun gab es zwar im Jahr 2014 neue gesetzliche Regelungen zur eingeschränkten Nutzung von Glyphosat vor der Ernte. Doch ein Erfolg sieht anders aus, denn es finden so gut wie keine Kontrollen statt. Auch das Auftreten von Glyphosatrückständen in Nahrungsmitteln wird nur sehr sporadisch kontrolliert. Dabei werden hauptsächlich Obst und Gemüse überprüft, bei deren Anbau Glyphosat eher selten angewandt wird. Immerhin ist letzteres eine gute Nachricht und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, wenn wir Ihnen immer wieder den Verzehr von vielen frischen Lebensmitteln empfehlen. Außerdem können wir Ihnen nur raten, Bio-Produkte in jedem Fall zu bevorzugen – vor allem wenn es um getreidehaltige Lebensmittel, Milch und Fleischprodukte geht.

Schummel, Klüngel und andere Merkwürdigkeiten

Nun läuft die EU-Zulassung zahlreicher glyphosathaltiger Pflanzengifte für den industriellen und privaten Anbau bald aus. Deshalb ist es an der Zeit, die Zulassung zu erneuern – meint zumindest der Agrarkonzern Monsanto und die zuständige EU-Kommission hat dem zugestimmt. Dabei wird unserer Meinung nach einmal mehr auf die Milliardengewinne des Argrarriesen Rücksicht genommen – und zwar zu Lasten Ihrer Gesundheit und der Ihrer Kinder.

In dem Zusammenhang geschehen sehr „merkwürdige“ Dinge, welche die Glaubwürdigkeit der deutschen Behörden massiv ins Wanken bringen. So sichtete das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) nach seinen Angaben hunderte von Glyphosat-Studien und kam zum Schluss, dass Glyphosat nicht krebserregend sei. Damit widersprach das BfR Ergebnissen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die im Mai 2015 Glyphosat als krebserregendes Unkrautvernichtungsmittel einstufte. Gleichzeitig fanden Journalisten der Süddeutschen Zeitung heraus, dass 14 der vom BfR untersuchten „Studien“ gar keine waren, sondern lediglich wissenschaftliche Leserbriefe, deren Autoren auch noch teilweise zum Mitarbeiterstab von Monsanto gehörten.

Zudem wurde von den Journalisten und weiteren Sachverständigen festgestellt, dass ein Drittel der vom BfR gesichteten Studien völlig falsch analysiert wurden oder deren eindeutiges Ergebnis in Sachen Schädigung des Erbgutes durch Glyphosat einfach mal ignoriert wurde. Da verwundert es nicht, dass der vollständige Risikobericht des BfR geheim gehalten wird – und zwar entgegen einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes. Lediglich Wissenschaftler, die der Industrie nahestehen, erhielten Zugang zum vollständigen Bericht. Noch Fragen?

Aktionen gegen Glyphosat

Zum Glück gibt es wachsame Organisationen, die im Sinne der Verbraucher – also für uns alle – handeln. So hat das Umweltinstitut München e.V. zusammen mit der Österreichischen Organisation GLOBAL 2000 Klage gegen Monsanto und das BfR eingereicht. Auf der Website des Umweltinstitutes heißt es u.a.:

„In Anbetracht der zahlreichen nachgewiesenen Mängel im Zulassungsverfahren fällt es schwer an Zufall zu glauben. Wir vermuten vielmehr: Das hat System. Es entsteht fast zwangsläufig der Eindruck, dass Behörden und Hersteller Hand in Hand arbeiten, um Glyphosat mit allen Mitteln auf dem europäischen Markt zu halten.“

Wenn Sie sich näher dafür interessieren, gelangen Sie über den obigen Link zu mehr Infos.

Auch foodwatch aktiviert die Verbraucher gegen die geplante 10jährige Zulassungsverlängerung von Glyphosat. In ihrem Newsletter schreiben sie:

„Die Europäische Kommission ist … FÜR eine Neuzulassung von Glyphosat – will diese aber auch nur dann durchsetzen, wenn sie den Rückhalt der Mitgliedsstaaten bekommt. […] Im Umkehrschluss heißt das: Sollte ein Expertenausschuss der Mitgliedsländer mehrheitlich gegen Glyphosat stimmen, könnte auch die Kommission den Wirkstoff verbieten. Ganz besonders kommt es auf Deutschland an, der einwohnerstärkste EU-Mitgliedsstaat und Berichterstatter für die Neuzulassung von Glyphosat. Schreiben Sie jetzt an Bundeskanzlerin Angela Merkel: Deutschland muss dafür sorgen, dass die EU Schluss macht mit Glyphosat!“

Hier können Sie mitmachen: Frau Merkel, sagen Sie Nein zu Glyphosat.

Es besteht also noch Hoffnung, dass die Zulassung von Glyphosat gestoppt werden kann. So lange achten Sie am besten gut darauf, was Sie sich und Ihren Kindern auf die Teller legen.

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