Mayr-Kur nach ärztlicher Anleitung und Plan

Mayr-Kuren.de

Studien to go: Darmbakterien brauchen Ballaststoff-Futter

· Allgemein · No Comments

Ballaststoffe sind gesund – das weiß mittlerweile eigentlich jeder, der sich mit vollwertiger Ernährung beschäftigt und/oder regelmäßig unsere Website liest. Das kann noch getoppt werden: Denn eine Studie hat nun herausgefunden, dass eine ballaststoffarme Kost den Darm angreift und der Gesundheit sogar schadet.

Gesunder Darm mit ausreichend Ballaststoffen

Dass Ballaststoffe gesund sind, betonen wir immer wieder in unseren Beiträgen. Nun könnten dennoch manche sagen: „Mag ja sein, aber ich esse trotzdem lieber andere Sachen – schadet ja nicht.“ FALSCH–es ist eben doch schädlich, wenn Sie sich ballaststoffarm ernähren. Das haben Forscher der Universität von Michigan in Ann Arbor herausgefunden.

Dabei wurde eine künstliche menschliche Darmflora auf Mäuse übertragen und getestet, wie sich die Darmbakterien verhalten. Zuvor hatte sich in Labortests gezeigt, dass bestimmte Bakterienarten die schützende Schleimschicht des Darmes abbauen. Dies stellte kein Problem dar, wenn die Mäuse eine Nahrung mit 15 % pflanzlichen Ballaststoffen erhielten. Der Schleim erfüllte dann trotz der o.g. Bakterien weiterhin seine Schutzfunktion, die darin besteht, das Eindringen von Bakterien aus dem Darminneren in die Darmwand zu verhindern.

Ballaststoffe essen oder gefressen werden

Und nun sind wir beim Kern der Sache angelangt: Wurden die Mäuse ganz ohne Ballaststoffe ernährt, war die Dicke der Schleimschicht im Darm schon wesentlich geringer. Gleichzeitig vermehrten sich vor allem die Bakterienarten sehr stark, welche besonders gerne am Schleim naschen. So kam es, wie es kommen musste: Der Schleim wurde schneller abgebaut, als neuer produziert werden konnte. Das werten die Forscher als einen Hinweis darauf, dass eine ballaststoffarme Ernährung chronisch entzündliche Darmerkrankungen verursachen könnte.

Eric Martens von der Universität von Michigan sagt zum Ergebnis der Studie: „Die Lektion, die wir aus unseren Untersuchungen über Darmmikroben, Ballaststoffe und die Darmschleimhaut lernen, lautet: Wenn du sie nicht fütterst, fressen sie dich.“ Diese neue Erkenntnis zeigt also, dass die Darmbakterien quasi dazu gezwungen werden, sich anderweitig zu versorgen, wenn sie zu wenige Ballaststoffe bekommen. Sie beginnen, den Schleim abzubauen und öffnen damit Krankheitserregern Tür und Tor in die Darmwand. Oder mit anderen Worten: Wenn Sie Ihren Darmbakterien nicht ausreichend Ballaststoffe als Futter geben, dann beginnen diese, Ihren Darm zu „vernaschen“.

Medikamente versus ballaststoffreiche Kost

Gleichzeitig hat die Studie aber auch gezeigt, wie schnell und leicht eine Umstellung der Ernährung die Aktivität der Darmflora beeinflussen kann und damit auch enormen Einfluss auf die Darmgesundheit hat. Aufgrund der gemachten Erkenntnisse wollen die Wissenschaftler nun prüfen, ob aus den Analysen der Darmflora eines Menschen Rückschlüsse auf den Zustand der Darmschleimschicht gezogen werden können. Ziel dabei ist, vorbeugende oder therapeutische Maßnahmen gegen Darmkrankheiten zu entwickeln – am besten in Tablettenform, weil diese einfacher einzunehmen seien als beispielsweise eine große Portion Brokkoli.

Einmal mehr glaubt die Wissenschaft, dass nur Medikamente die Menschheit retten können. Für uns allerdings ist die einzige logische Schlussfolgerung aus den Studienergebnissen, dass wir immer ausreichend Ballaststoffe auf den Speiseplan setzen. Ein Beispiel dazu hatten wir Ihnen anhand eines Müsli-Rezeptes im Blogbeitrag „Ballaststoffe für die Traumfigur“ genannt. Und da haben wir gleich noch einen Grund mehr für eine ballaststoffreiche Ernährung: Neben dem gesunden Darm tragen Ballaststoffe auch noch zum Abnehmen bei – eine echte Win-Win-Situation. Wenn Sie noch mehr zum Thema wissen möchten, finden Sie im Text „Ballaststoffe – gute und schlechte?“ jede Menge Infos. Und sollte es doch mal Probleme mit dem Darm geben oder auch, wenn Sie diesen vorbeugen wollen, ist die Mayr-Kur in unseren Augen die beste „Medizin“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -