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Die Top 3 der irrsinnigsten Lebensmittelgesetze

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Lebensmittel waren noch nie so sicher, wie sie sein könnten! Dieser Meinung ist die Organisation foodwatch, die sich für den Schutz von Verbrauchern in Sachen Ernährung einsetzt. Schuld daran seien lückenhafte und schlecht gemachte Gesetze, die Futtermittelpanscher und Gammelfleischbetrüger besser schützen würden als uns Verbraucher. Und wenn man sich die Beispiele so anschaut, die Foodwatch nennt, kann man wirklich nur den Kopf schütteln.

Mehr Prüfpflichten und schnellere Offenlegung nötig

Wenn es nach der Nahrungsmittelindustrie geht, waren Lebensmittel noch nie so sicher wie heute. Sicherlich haben wir heute bereits viele Gesetze und Kontrollen, die uns Verbraucher schützen. Nur leider zeigen immer wieder neue Skandale, wie beispielsweise die vergifteten Eier oder Gammelfleisch in Supermärkten, dass da gelinde gesagt großer Verbesserungsbedarf besteht. Hinzu kommt, dass diese Fälle meistens erst dann ans Licht kommen, wenn viele von uns bereits über Monate die vergifteten und verdorbenen Lebensmittel verzehrt haben.

„Gäbe es umfassende Prüfpflichten für Lebensmittelhersteller und -händler, könnte ein Skandal wie der um Fipronil in Eiern verhindert werden. Gäbe es Vorgaben für Behörden, ihr Wissen über belastete Lebensmittel ohne Verzug öffentlich zu machen, würden wir nicht so lange im Dunkeln tappen“, schreibt Foodwatch dazu. Und gibt einige Beispiele von irrsinnigen Lebensmittelverordnungen und -gesetzen, die einem wirklich die Haare zu Berge stehen lassen.

Zuckerempfehlung, Betrugseinladung und Profitgier

Das sind die „Top 3“ der laut den Verbraucherschützern irrsinnigsten Lebensmittelgesetze:

Top 3

Dass größere Zuckermengen nicht gesund sind, weiß mittlerweile jeder. Aber wussten Sie auch, dass Sie gar keinen Zucker essen müssen? Denn der Körper ist in der Lage, ihn aus Stärke einfach selbst zu bilden. Deshalb fragt man sich zu Recht, weshalb auf vielen tausend Verpackungen eine notwendige „Tageszufuhr“ an Zucker suggeriert wird, die in dem jeweiligen Produkt enthalten ist. Die Antwort ist skurril und empörend zugleich: Diese „Empfehlung“ stammt nämlich vom Lobbyverband der europäischen Lebensmittelindustrie. und wurde von der EU kurzerhand ins Gesetz übernommen. So wird uns also laut Verpackung eine tägliche Zuckeraufnahme empfohlen, obwohl diese absolut unnötig ist.

Top 2

Futtermittelhersteller genießen ebenfalls ganz besondere Privilegien – von denen laut Foodwatch „andere Kriminelle nur träumen“ können. So gehen Hersteller von Futtermitteln vollkommen straffrei aus, wenn sie wissen, dass ihr Produkt giftbelastet ist. Ja – Sie haben richtig gelesen. Melden die Futtermittelhersteller dies den Behörden und erstatten damit Selbstanzeige, dürfen diese Informationen laut dem sogenannten „Verwendungsverbot“ nicht gegen das Unternehmen verwendet werden. Nicht einmal die Staatsanwaltschaft darf ermitteln. Die Konsequenz daraus: Das vergiftete Futter wird erst einmal weiterverkauft und verfüttert und gelangt damit über Fleisch oder Eier in unsere Nahrungskette. Foodwatch fasst es so zusammen: „Ein Gesetz, das Betrug nicht verhindert, sondern gerade dazu einlädt!“

Top 1

Sie denken, dass dies schon Haare sträubend war. Dann lassen Sie sich mal das auf der Zunge zergehen: Je mehr Dioxin vorhanden ist, desto mehr wird erlaubt. Unglaublich, aber wahr. Denn wenn Fische besonders stark mit Dioxin belastet sind, wird der Grenzwert einfach heraufgesetzt, damit ausreichend Ware auf den Markt kommen kann. Es geht also nicht darum, wie viel Dioxin Ihrer Gesundheit schadet, sondern die Grenzwerte werden wirtschaftlichen Interessen angepasst. Sie sollen also nicht in erster Linie „unsere Gesundheit schützen, sondern den Profit“, wie Foodwatch schreibt.

Wenn Sie den gesamten Text von Foodwatch lesen möchten, finden Sie ihn hier.

Bewusstes Einkaufen ist Trumpf

Was schlussfolgern wir daraus? Dass wir uns nicht nur auf Gesetze und staatliche Kontrollen verlassen dürfen. Vielmehr sollten wir von Vornherein darauf achten, uns gesund zu ernähren und nicht auf etwaige „Zuckerempfehlungen“ und ähnliches hereinfallen. Ansonsten können wir nur immer wieder empfehlen, Bio-Produkten den Vorzug zu geben. Möglicherweise gibt es dort auch schwarze Schafe, doch wesentlich häufiger kaufen wir im Bio-Markt Lebensmittel, die bewusster produziert und gründlicher kontrolliert sind.

Auf der Website des Umweltinstitutes München ist beispielsweise zu lesen: „Ökologische Lebensmittel enthalten so gut wie keine gesundheitsschädlichen Agrargifte. So fand die Lebensmittelüberwachungsbehörde des Landes Baden-Württemberg 2013 im Durchschnitt bei konventionellem Obst 2,17 und Gemüse 1,78 Milligramm Pestizidrückstände pro Kilogramm. Bei Öko-Erzeugnissen waren es nur maximal 0,01 mg/kg!“ Auch die Gefahr durch krebserregende Nitrate bzw. gesundheitsschädliche sowie allergieauslösende Zusatzstoffe umgehen Sie mit biologisch erzeugten Produkten. Hinzu kommen die vermehrt enthaltenen gesunden Nährstoffe in Bio-Lebensmitteln. Denn im ökologischen Landbau wird auf Kunstdünger verzichtet, so dass die Pflanzen mehr wertvolle Inhaltsstoffe anreichern können.

Wir denken, dass wir Verbraucher letztlich mit unserem Kaufverhalten wesentlich mitentscheiden, was in die Regale kommt. Wenn Wert auf Billig-Ware gelegt wird, gelangen auch minderwertige Produkte in die Supermärkte. Zeigen wir aber, dass wir bewusst einkaufen und nicht jeden „Schund“ in unseren Einkaufskorb packen, muss die Nahrungsmittelindustrie reagieren. Damit haben Sie, haben wir alle einen großen Trumpf in der Hand!

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