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Sanddorn: Für Widerstandskraft, Vitalität und Verdauung

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Auf der Suche nach heimischen Superfoods sind wir auf den Sanddorn gestoßen – und waren begeistert vom hohen Gehalt an Vitaminen und anderen Nährstoffen. Die „Zitrone des Nordens“ hat zahlreiche gesundheitliche Wirkungen und ist zudem für Veganer und Vegetarier sehr interessant. Erfahren Sie, welche Inhaltsstoffe wie wirken und wie Sie Sanddorn verwenden können.

  • Sanddorn stärkt u.a. die Immunabwehr, schützt den Darm, hilft beim Abnehmen und sorgt für jugendlich schöne Haut.
  • Außerdem enthält Sanddorn besonders viel Vitamin C sowie einige Inhaltsstoffe, die selten in Pflanzen zu finden sind.
  • Die Beeren können frisch und getrocknet eingesetzt werden und sind zudem in vielen Produkten enthalten.

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In Deutschland wächst Sanddorn bevorzugt im Norden

Der baumähnliche Strauch ist ein Ölweidengewächs und kommt ursprünglich aus Zentralasien bzw. dem Himalaya. Die Kraft der orange-roten und fleischigen Scheinbeeren wurde in der tibetischen Medizin bereits vor über 1200 Jahren genutzt – vor allem als hautpflegendes Öl bei chronischen Hautkrankheiten. Heute ist der Sanddorn in vielen Teilen Europas bis nach China verbreitet. In Deutschland wächst er vor allem in Mecklenburg-Vorkommen, Brandenburg bzw. in Küstengebieten der Ost- und Nordsee. Dort wird er zudem auch bevorzugt angebaut. Die ideale Erntezeit der Früchte ist von September bis Dezember.

Sanddorn mag Sand und bietet mehr als einen hübschen Anblick

Die „Zitrone des Nordens“ kommt gut mit widrigen Umständen zurecht und gedeiht auch gut auf sandigem Untergrund. Dies sowie die Tatsache, dass der Strauch sehr dornig ist, hat ihm den Namen Sanddorn eingebracht. Zu finden ist er aber auch im Gebirge an Bachufern, felsigen Hängen oder in Gärten. Dort ist er mit seinen leuchtenden Früchten und den silbrigen Blättern eine hübsche Zierde – bietet aber weit mehr als „nur“ einen schönen Anblick. Schauen wir uns nun einmal näher an, was der Sanddorn alles für Gesundheit und Wohlgefühl zu bieten hat.

Reich an Vitamin C und anderen gesunden Nährstoffen

Die Früchte des Sanddorns sind in erster Linie bekannt für ihren außergewöhnlich hohen Vitamin-C-Gehalt – mit 260 mg pro 100 Gramm liegt der Gehalt deutlich höher als bei der Zitrone. Lediglich die Hagebutte hat hier noch mehr zu bieten. In den orange-roten Beeren sind zudem weitere Vitamine enthalten. Sie vereinigen in sich nahezu den gesamten Vitaminkomplex wie beispielsweise die Vitamine B1, B2, E, K sowie Beta-Carotin. Auch reichlich Mineralstoffe liefert die Pflanze, zu denen beispielsweise Kalium, Kalzium, Eisen, Kupfer, Magnesium und Zink gehören. Enthalten sind zudem natürliche ungesättigte Fettsäuren, Apfelsäure, Phytoöstrogene, biogene Amine (Gewebshormone) und Flavonoide.

Sanddorn schützt und stärkt die Verdauungsorgane

In Sachen Mayr-Medizin ist natürlich die Wirkung des Sanddorns auf Darm & Co. besonders interessant. So wird dem Sanddornöl nachgesagt, dass es die gesamte Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes mit einem schützenden Film auskleidet und dadurch Sodbrennen sowie übermäßige Säurebildung verhindert. Auch eine Stabilisierung der Mikroflora kann mithilfe von Sanddorn erreicht werden. Hinzu kommt seine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung, die beispielsweise bei Magen-Darm-Infekten bzw. bei Entzündungen der Magen- sowie der Darmschleimhaut hilfreich sein kann. Magenreizungen können mit Sanddorn vorgebeugt sowie Reizmagen-Beschwerden gelindert werden, indem Sanddorn die natürlichen Killerzellen unterstützt.

„Zitrone des Nordens“ hilft bei der Entgiftung

In der Mayr-Therapie ist natürlich auch immer die Entgiftung des Körpers wichtig. Auch hier hat der Sanddorn einiges zu bieten. So wurde in verschiedenen Studien gezeigt, dass Sanddorn die Giftrückstände in der Leber reduzieren und Leberschäden durch radioaktive Strahlung sowie durch Nikotin vorbeugen kann. Zudem wurden die Begleiterscheinungen einer Fettleber sowie die Anzeichen einer Leberfibrose (=Vernarbung der Leber und Vorläufer von Leberzirrhose bzw. -tumor) abgemildert. Auch vor Nierenschäden kann Sanddorn schützen. Auf diese Weise hilft die Pflanze diesen wichtigen Entgiftungsorganen bei ihrer Arbeit. Hinzu kommt, dass die in den Beeren enthaltene Fruchtsäure entgiftend wirkt und beispielsweise effektiv Aluminium aus dem Körper ausleiten kann.

Vitamin C für starke Abwehrkraft und mehr Leistungsfähigkeit

Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet der „Zitrone des Nordens“ ist die Stärkung der Abwehrkräfte und damit der Schutz vor Erkältungen und anderen Krankheiten. Dafür sorgt in erster Linie das enthaltene Vitamin C, das zudem die Leistungsfähigkeit vor allem dann fördert, wenn Sie körperlich oder geistig stark belastet sind. Zusammen mit anderen im Sanddorn enthaltenen Antioxidantien kämpft Vitamin C zudem wirksam gegen freie Radikale. Außerdem hat es eine wichtige Bedeutung für Nervensystem, Augen und Haut.

Interessantes Fettsäureverhältnis und seltene Omega-7-Fettsäure

Die natürlich enthaltenen ungesättigten Fettsäuren im Sanddorn sorgen dafür, dass Ihr Körper die fettlöslichen Vitamine E und K optimal aufnehmen kann. Im Samenöl findet sich ein interessantes und gesundheitsförderliches Verhältnis von 1 : 1 der Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren. Im Fruchtfleisch der Beeren ist u.a. die Palmitoleinsäure enthalten. Dieser Omega-7-Fettsäure wird nachgesagt, dass sie Entzündungsprozesse hemmen, einer Fettleber entgegenwirken und zahlreichen Zivilisationskrankheiten vorbeugen kann.

Abnehmen und weniger essen mit Sanddorn

Die bereits beschriebene Omega-7-Fettsäure soll außerdem eine hohe Kohlenhydratzufuhr ausgleichen und dadurch Übergewicht vorbeugen. Im Versuch mit Mäusen wurde mit Sanddorn die Energieaufnahme und damit die Gewichtszunahme reduziert. Gleichzeitig verringerte sich die Aktivität des Hormons Leptin, welches für das Hungergefühl zuständig ist. Bei übergewichtigen Probanden wurde zudem nach Einnahme des Sanddornöls der Bauchumfang um über 1 Zentimeter innerhalb von vier Wochen reduziert. Das lag u.a. auch daran, dass die Lust auf Süßigkeiten (auch auf Koffein und Nikotin) nahezu verschwand. Daran hatte das reichlich enthaltene Vitamin B12 ebenfalls seinen Anteil, das am Abbau von Hunger erzeugenden Fettsäuren beteiligt ist.

B12-Lieferant: Alternative für vegane und vegetarische Ernährung

Apropos: Sanddorn ist eines der wenigen pflanzlichen Lebensmittel, die Vitamin B12 enthalten. Es bildet sich hauptsächlich in den Samenschalen. Das ist natürlich vor allem für Veganer und Vegetarier sehr interessant und eine willkommene Ergänzung für deren Speiseplan. Laut einer aktuellen Studie liefern 100 Gramm getrocknete Sanddornbeeren ganze 37 Mikrogramm davon. Wenn Sie nun bedenken, dass der tägliche Bedarf an Vitamin B12 bei ca. 4 Mikrogramm liegt, ist das überaus beeindruckend. Entscheidend aber ist, dass es sich um aktives Vitamin B12 und NICHT um sogenannte Analoga handelt. Hierfür stehen die Chancen bei frischen Beeren um einiges höher als bei Saft oder anderen Nahrungsergänzungen.

Junge, schöne und gesunde Haut mit Sanddornöl

Die enthaltenen Vitamine und ungesättigten Fettsäuren sind tolle Vitalbausteine für Ihre Hautzellen und können von der Haut besonders gut aufgenommen werden. So beugt Sanddornöl Alterungsprozessen und Faltenbildung vor und schützt die Haut vor schädlichen Einflüssen durch Sonnenstrahlen oder Umweltschadstoffe. Da Sanddornöl den natürlichen Pigmentausgleich der Haut fördert, sorgt es gleichzeitig für den längeren Erhalt einer gesunden Sonnenbräune. Außerdem unterstützt Sanddorn das Hautgewebe beim Aufbau eines Schutzdepots und setzt dadurch die Neigung zu Sonnenallergie und entsprechenden Hautrötungen deutlich herab. Zudem hilft es bei Sonnenbrand, fördert die Wundheilung und hat schmerzlindernde Eigenschaften. Empfohlen wird Sanddornöl auch bei trockener Haut, Akne, Neurodermitis oder Ekzemen, da es ausgleichend, desinfizierend und entzündungshemmend wirkt. Bei Verbrennungen, Dekubitus oder anderen Wunden soll es ebenfalls hilfreich sein.

Weitere Einsatzgebiete des Sanddorns

Nun noch eine Kurzübersicht über weitere Wirkungen und Einsatzgebiete des Sanddorns:

  • senkt den Gesamtcholesterinspiegel und das LDL-Cholesterin
  • wirkt sich positiv auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus
  • ist ein sinnvolles Nahrungsergänzungsmittel bei Mangelernährung
  • wird in der Krebsbehandlung zur Nachsorge bei Strahlentherapie eingesetzt
  • soll Verspannungen lösen und Muskelaufbau fördern (Kapselform)
  • lindert Beschwerden bei trockenen Augen
  • verbessert Symptome bei Alzheimer
  • hemmt das Wachstum von Krebszellen

Sanddornbeeren roh oder getrocknet

Sanddornbeeren schmecken ziemlich sauer, leicht herb und erinnern im Geschmack entfernt an Ananas. Selten werden sie allerdings in größeren Mengen roh verzehrt. Dennoch gilt: Je schonender Sie die Früchte verarbeiten, desto mehr wertvolle Nährstoffe bleiben erhalten – beispielsweise als Beigabe im Smoothie, Müsli oder Salat oder zur Herstellung von Sanddornsaft. Sie können die frischen oder getrockneten Beeren auch in Suppen und Desserts geben oder über Hirse-, Reis- und Gemüsegerichte streuen. Oder verfeinern Sie Quark bzw. Joghurt mit dem Mark der Früchte.

Zahlreiche Produkte aus und mit Sanddorn

Weiterverarbeitet gibt es Sanddorn u.a. als Saft, süßes Elixier, Mus, Likör, Sirup, Marmelade, Gelee oder Tee bzw. als Zutat in zahlreichen Produkten in Bioläden und Reformhäusern bzw. auch online – möglichst hier auch in Bio-Form. Das Sanddornöl – meist aus dem Fruchtfleisch – verfeinert mit seinem fruchtigen Aroma ebenfalls Joghurt, Salate oder Smoothies. Einige wenige Tropfen davon reichen schon aus. Zum Braten ist es allerdings nicht geeignet. Auch zahlreiche Hautpflegemittel enthalten Sanddorn bzw. die daraus gewonnenen Fettsäuren wie Linol-, Linolen- oder Palmitoleinsäure.

Sanddorn in Nahrungsergänzungen

Erhältlich ist Sanddorn auch als Nahrungsergänzung in Saft-, Kapsel-, Dragee- oder Pulverform. Die Verarbeitung sollte schonend erfolgt sein – beispielsweise Kaltpressung beim Öl oder Rohkostqualität beim Pulver. Wenn Ihnen dabei der Vitamin B12-Gehalt wichtig ist, achten Sie möglichst darauf, dass dieses in aktiver Form (wie oben schon beschrieben) enthalten ist. Ansonsten empfehlen wir die Verwendung von Bio-Produkten sowie von Nahrungsergänzungen, die keine künstlichen Zusatzstoffe wie Aromen, Zucker, synthetische Vitamine und ähnliches enthalten. Bitte beachten Sie bei der Einnahmemenge die Angaben des Herstellers.

Fazit

Sanddorn ist eine hervorragende Ergänzung in der gesunden Mayr-Küche. Die fruchtigen Beeren liefern zahlreiche wertvolle Nährstoffe, unterstützen Verdauung und Entgiftung und haben jede Menge weitere positive Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlergehen.

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