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Transparente Nährwertkennzeichnung? Von wegen!

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Seit Dezember letzten Jahres müssen alle verarbeiteten Lebensmittel mit ihren Nährwerten gekennzeichnet sein. Für diese Regelung klopfen sich der Bundesernährungsminister und die Lebensmittelwirtschaft gegenseitig auf die Schulter. Doch foodwatch sagt, dass wir an der Nase herumgeführt werden.

Vorsicht Falle: Kleingedrucktes und Schönrechnerei

Die neue Regelung gilt seit 13. Dezember 2016 – und zwar verpflichtend und einheitlich im gesamten EU-Gebiet. Sie besagt, dass auf allen verarbeiteten Lebensmitteln die wichtigsten 7 Nährwerte angegeben sein müssen – also Brennwert, Fett, gesättigte Fettsäuren, Eiweiß, Kohlenhydrate, Zucker und Salz. Das klingt doch toll oder?

Was zur Transparenz und zur Information der Verbraucher gedacht ist, entpuppt sich letztlich allerdings als fauler Zauber. Die Organisation „foodwatch“ bemängelt zum einen, dass die Angaben nur auf der Rückseite im Kleingedruckten stehen müssen. Doch das ist längst nicht das Schlimmste.

Viel dreister ist es, dass die Hersteller weiterhin Zuckerbomben gesundrechnen und fettige Snacks als „leichte Kost“ darstellen dürfen. Das tun sie natürlich bevorzugt auf der Vorderseite der Verpackung und viele Verbraucher rechnen dann nicht weiter nach, sondern glauben, ein gesundes und fettarmes Produkt zu kaufen. Wie kommt es dazu?

Der foodwatch-Realitätscheck bringt es an den Tag

Der Trick sind die Portionsgrößen. So klingen 8,6 Gramm Zuckergehalt pro Portion Nestlé-Frühstücksflocken harmlos. Allerdings wird von so einer Mini-Portion niemand satt. In Wirklichkeit bestehen die Flocken zu fast 30 % aus Zucker. Der „Zuckerwolf im Schafspelz“, wie foodwatch schreibt.

Ähnlich sieht es bei Chips der Firma funny frisch aus. Hier sollen sich angeblich aus einer 175-Gramm-Tüte fünf Portionen á 30 Gramm ergeben. Damit hört der Knabberspaß bereits bei einer Handvoll Kartoffelchips auf  – ab dann wird’s echt fett. Und zeigen Sie uns mal jemanden, der es schafft, sich eine Tüte Chips in mehrere Portionen aufzuteilen! Den ganzen Beitrag von foodwatch finden Sie übrigens hier: https://www.foodwatch.org/de/newsletter/halbe-portion-ganze-taeuschung/

Aus all dem wird ersichtlich, dass Sie beim Kauf eines verarbeiteten Produktes immer genau nachlesen und ggf. auch nachrechnen sollten – zumindest, wenn Ihnen Ihre Gesundheit am Herzen liegt. Noch besser ist unserer Meinung nach, frische Lebensmittel zu bevorzugen und vieles selbst zuzubereiten. Es gilt einmal mehr, die Verantwortung für Ihre Ernährung und Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen. Nur selber denken hält auf Dauer gesund, schlank und fit!

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