Erfolg der Mayr-Kur mit Wildpflanzen unterstützen

Wildpflanzen Malve flowers petals buds plants
Themen dieser Seite

Das Hauptziel der Mayr-Kur ist ein gesunder Darm und seine natürliche Funktionsweise. Das wird beispielsweise durch eine gezielte Darmreinigung und eine spezielle Ernährung erreicht. Doch Sie können auch im Alltag etwas für Ihre Darmgesundheit tun und damit den Erfolg Ihrer Mayr-Kur unterstützen. Denn je weniger bei der Fastenkur an „Altlasten“ vorhanden ist und je besser Sie in Sachen „gesunder Darm“ vorgearbeitet haben, desto leichter und erfolgreicher läuft das Mayern ab. Heute möchten wir Ihnen in dem Zusammenhang die Welt der Wildpflanzen näherbringen – und zwar speziell diejenigen, die Ihren Darm und die Verdauung stärken.  

Wildkraut versus Kulturpflanze

Schauen wir uns zuerst einmal die Definition an: Was sind Wildpflanzen eigentlich und wie unterscheiden sie sich von den Kulturpflanzen? Wildpflanzen wachsen – wie ihr Name es sagt – wild auf Wiesen, an Wegrändern und Flussufern, im Wald oder auf Halden. Sie sind sehr anpassungsfähig und suchen sich die Stellen selbst aus, an denen sie gedeihen. Entsprechend robust kommen sie auch mit vielen äußerlichen Gegebenheiten zurecht und wachsen von alleine – ohne Zugabe von Dünger oder ähnlichen Mitteln.

Dagegen wurden Kulturpflanzen vom Menschen kultiviert – und zwar aus den wild wachsenden Arten. Ihr Anbau und ihre Weiterzucht erfolgen planmäßig, entweder auf dem Freiland oder im Gewächshaus. Auf welche Weise Kulturpflanzen angebaut werden, beeinflusst stark ihre Inhaltsstoffe und ihren Geschmack – Stichwort beispielsweise konventioneller versus Bio-Anbau. Allgemein gilt: Die essbaren Wildkräuter sind in der Regel deutlich nährstoffreicher und geschmacksintensiver, da sie in ihrer Zusammensetzung unverändert geblieben sind und sich ganz natürlich entwickeln durften.

Wieder hin zum Heil- und Nahrungsmittel

Was von vielen Menschen heute als „Unkraut“ oder bestenfalls als „grüner Wildwuchs“ an Wegesrand, auf Wiese oder im Wald wahrgenommen wird, war für unsere Vorfahren ganz normale Nahrung. So wurde z. B. aus Brennnessel Suppe zubereitet, der Gute Heinrich wurde als Spinat gegessen und junge Löwenzahnblätter als Salat verzehrt. Zudem erfolgte die Verwendung zahlreicher Wildpflanzen zum Würzen, zur Teezubereitung, als Beigabe zu zahlreichen Speisen sowie zu Heilzwecken. Im Übrigen gehören viele Küchenkräuter wie Thymian, Melisse oder Koriander – wenn sie naturbelassen sind und züchterisch nicht verändert wurden – gleichzeitig in die Kategorie der Heilkräuter.

Entsprechend sammelten unsere Vorfahren ihre Nahrung quasi vor ihrer Haustür. Das ist das, was heute im weitesten Sinne als regionale und saisonale Ernährung bezeichnet wird. Früher war das vollkommen normal und brachte dadurch auch gesundheitliche Vorteile.

Denn die vor Ort wachsenden Pflanzen waren mit Mikroben besiedelt und mit Inhaltsstoffen angereichert, an die sich der Organismus der in dem Bereich lebenden Menschen angepasst hat und am besten damit umgehen konnte. Es wird auch von Pflanzenkundigen immer wieder gesagt, dass in der eigenen Umgebung genau die Pflanzen wachsen, die der Mensch gerade benötigt – das kann aber jeder von Ihnen nur selbst beurteilen. Wir sind jedenfalls der Meinung, dass die Wildpflanzen wieder einen Weg zurück finden sollten – vom Unkraut weg wieder hin zu Heil- und Nahrungsmittel.

4 darmgesunde Wildkräuterinhaltsstoffe

Auch wenn die Gesamtheit der enthaltenen Stoffe die Wildpflanzen so wertvoll für unsere gesunde Ernährung machen, gibt es doch einige Inhaltsstoffe, die dem Darm besonders guttun. Diese wollen wir Ihnen kurz vorstellen:

  1. Bitterstoffe: Die in vielen Wildpflanzen enthaltenen Bitterstoffe regen die Magensaftsekretion an. Die bessere Verarbeitung des Nahrungsbreis im Magen erleichtert dem Darm später deutlich seine Verdauungsarbeit. Zudem ziehen sich die Darmschleimhäute durch den bitteren Geschmack zusammen, um sich anschließend wieder auszudehnen. Auch das hilft dem Darm und trägt zusätzlich zu einer besseren Entgiftung des Körpers bei. Denn durch die von den Bitterstoffen angeregte Darmbewegung können Gifte, Stoffwechselschlacken und andere schädliche Substanzen schneller und leichter abtransportiert und ausgeschieden werden.
  2. Ätherische Öle: Sie geben vielen Pflanzen ihren Geruch und dienen ihnen vermutlich häufig zur Fressabwehr. Dazu enthalten die ätherischen Öle eine Vielzahl von chemischen Verbindungen und entfalten unterschiedliche Wirkungen. Bei uns Menschen wirken sie u. a. heilsam auf den Verdauungstrakt, indem sie sanft die Durchblutung der Schleimhäute fördern. Dies wiederum stimuliert die Bildung von Verdauungssekreten. Zudem wirken viele ätherische Öle krampflösend und teilweise antibakteriell, was ebenfalls positiven Einfluss auf den Darm hat.
  3. Schleimstoffe: Die Schleimstoffe helfen aufgrund ihrer einhüllenden, reizmildernden sowie erweichenden Wirkung gut gegen Schleimhautentzündungen – u. a. auch im Darm. Mit einer dünnen Schutzschicht schützen sie die Darmschleimhaut vor Reizungen. Wasserunlösliche Schleimstoffe steigern zudem das Darmvolumen, da sie nicht vom Körper aufgenommen werden. Auf die Weise regulieren sie den Stuhlgang und unterstützen den Magen-Darm-Trakt. Zudem können Schleimstoffe im Darm befindliche Giftstoffe absorbieren und abtransportieren.
  4. Ballaststoffe: Sie dienen guten Darmbakterien als Nahrungsquelle und unterstützen dadurch ein gesundes Darmmikrobiom (Darmflora). Zudem fördern Ballaststoffe die Darmperistaltik, was eine regelmäßigere und zügigere Stuhlentleerung und zugleich eine gesündere Verdauung zur Folge hat. Sie hemmen außerdem die Ansiedlung von Darmpilzen und verhindern die Ablagerung schädlicher Substanzen an den Darmschleimhäuten. Nicht zuletzt unterstützen Ballaststoffe die Entgiftung, indem sie unerwünschte Stoffe absorbieren und für deren Ausscheidung sorgen.

Tipps für die Wildpflanzenernährung im Alltag

Nun ist es womöglich für einige von Ihnen nicht so leicht, sich den Wildpflanzen anzunähern, sie in ihren Alltag und in die tägliche Ernährung einzubinden. Da haben wir einige Tipps für Sie, die erste Berührungsängste nehmen und Ihnen den Umgang mit den Wildkräutern erleichtern können – und hoffentlich sogar die Freude daran wecken:

  • Pflanzen kennenlernen: Nehmen Sie an einer oder mehreren Wildkräuterführungen teil. Hier stellen Ihnen Experten die gängigsten Pflanzen vor und Sie bekommen einen guten Eindruck, welche davon essbar sind. Auch Bücher, gut gemachte Websites und Apps können Ihnen bei den ersten Schritten helfen.
  • Pflanzen sammeln: Beim Sammeln nehmen Sie bitte nur die Pflanzen mit, die Sie selbst sicher bestimmen können. In den Kräuterführungen, Büchern etc. erfahren Sie noch mehr, worauf Sie beim Sammeln achten sollten – beispielsweise Hundestrecken und Bereiche an nahen Straßen meiden sowie immer nur einen sogenannten Handstrauß mitnehmen.
  • Pflanzen aufbewahren: Vermutlich können Sie nicht jeden Tag auf große „Pflanzenjagd“ gehen. Sie können Wildpflanzen gut in einem feuchten Tuch und/oder in einer Plastiktüte im Kühlschrank aufbewahren – bei Bedarf Feuchtigkeit erneuern. Auf die Weise halten viele Pflanzen mehrere Tage frisch.
  • Pflanzen zubereiten: Sie können die Wildpflanzen und Würzkräuter in Salate, Soßen oder Gemüsegerichte mischen, im Smoothie zubereiten, Speisen damit würzen, kleingeschnitten aufs Butterbrot oder ins Müsli geben und vieles mehr. Zudem können Sie die Pflanzen trocknen und z. B. Gewürzsalz oder Tee daraus herstellen.
  • Pflanzen essen: Da die recht hohe Menge an Bitterstoffen erst einmal gewöhnungsbedürftig ist, sollten Sie die „Dosis“ langsam steigern. Vielleicht bereiten Sie sich dann irgendwann einmal einen Salat nur aus Wildpflanzen zu – denn roh sind sie am gesündesten. Achten Sie dabei immer auf Ihre Körperreaktionen.
  • Pflanzen variieren: Sicherlich werden Sie nach einer Zeit der Eingewöhnung bestimmte Wildpflanzen vorziehen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass Ihnen das Ganze schmeckt. Schön ist es, wenn Sie mehrere Favoriten haben, denn so können Sie in der Zufuhr der unterschiedlichen Nährstoffzusammensetzungen variieren.

10 essbare Wildpflanzen für die Darmgesundheit

Aus unserer Sicht sind alle essbaren Wildpflanzen wertvoll und haben ihre Berechtigung in der Ernährung. Wir nennen Ihnen hier an dieser Stelle die 10 Pflanzen, die häufig speziell für einen gesunden Darm empfohlen werden bzw. die viel der o. g. Inhaltsstoffe enthalten. Zudem möchten wir Ihnen vor allem die Wildkräuter ans Herz legen, die in unseren Gefilden häufig vorkommen und vergleichsweise leicht zu finden und zu erkennen sind:

Löwenzahn
Löwenzahn
Brennnessel
Brennnessel
Scharfgarbe
Scharfgarbe
Spitzwegerich
Spitzwegerich
Bärlauch
Bärlauch
Thymian
Thymian
Wilde Malve
Wilde Malve
Königskerze
Königskerze
Echte Kamille
Echte Kamille
Giersch
Giersch

Fazit: Wildpflanzen unterstützen einen gesunden Darm

Aufgrund ihrer ursprünglichen Kraft und der enthaltenen Nährstoffe sind Wildpflanzen eine hervorragende Ergänzung in der täglichen gesunden Ernährung sowie für die Darmgesundheit. Sie sind deshalb im Sinne der Mayr-Kur eine sehr gute Unterstützung in einer gesunden und bewussten Lebensweise. Je mehr Sie für Ihren gesunden Darm tun, desto erfolgreicher verläuft die Mayr-Kur und desto wohler fühlen Sie sich rundum.

ParkIgls FrauimParkquer Titelbild
Unser Tipp!
Österreich
· Tirol

Mach den Test

Welche Mayr-Kur passt perfekt zu dir?
Sie haben Interesse an einer Mayr-Kur?