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Kurkuma – ein Gewürz mit vielen Talenten

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Heute geht es um ein Gewürz, das gut in die Mayr-Küche passt. Denn es hat – neben vielen anderen positiven Wirkungen – einen förderlichen Effekt auf die Verdauung, stärkt den Darm, unterstützt die Entgiftung und hilft beim Abnehmen.

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Geschichte und Nutzung der Gelbwurz

Kurkuma (auch Gelbwurz genannt) gehört zu den Ingwergewächsen und stammt aus Südasien, wo die Pflanze heute noch kultiviert wird. Sie gilt als eine der ältesten Heilpflanzen der Welt. In Indien und Indonesien, aber auch in China wird Kurkuma seit mehr als 4000 Jahren als Heilmittel genutzt. In unseren Breiten taucht die medizinische Wirkung der Pflanze erstmals 600 vor Christus in einem Heilbuch des griechischen Arztes Dioskurides auf.

Die Wurzel kommt als Heilmittel und Gewürz zum Einsatz. Letzteres vor allem in der asiatischen Küche – entweder getrocknet und gemahlen als gelbes Pulver oder frisch von der Knolle abgerieben. Bei uns ist Kurkuma als Gewürz eher unbekannt und wird hauptsächlich Currypulver beigegeben und darin beispielsweise mit Kardamom, schwarzem Pfeffer, Koriander oder Kümmel gemischt.

Über die Wirksamkeit von Kurkuma in verschiedensten Anwendungsgebieten gibt es mittlerweile zahlreiche Studien. Sowohl von der WHO als auch von der entsprechenden Kommission des deutschen Gesundheitsministeriums wird die Heilwirkung der Pflanze bestätigt – insbesondere die Anregung von Verdauung und Appetit sowie ihre antibakterielle und entzündungshemmende Effekte.

Kurkuma: Inhaltsstoffe und Wirkung

Kurkuma enthält insgesamt über 90 verschiedene Inhaltsstoffe. Mit den großen Wassermengen, die die Pflanze aus dem Boden aufnimmt, saugt sie Nährstoffe auf und liefert beispielsweise die Vitamine C und B3 aber vor allem Mineralstoffe wie Kalium, Phosphid, Chlorid, Kalzium und Magnesium. Enthalten sind zudem ätherische Öle, Kaffeesäure, Ferulasäure, Polysaccharide, Bitterstoffe, Stärke sowie Protein. Gleichzeitig ist Kurkuma frei von Cholesterin.

Besonders interessant ist der Farbstoff Curcumin sowie drei weitere Curuminoide, die in ihrer Gesamtheit als Curcumin bezeichnet werden. Die Pflanze benötigt die Substanz zum eigenen Schutz sowie zur Abwehr von Fressfeinden, Krankheitserregern und Bakterien.

Allgemein wirkt Kurkuma entzündungshemmend, antimikrobiell, herzstärkend, entgiftend, schmerzstillend, leberschützend, harntreibend, antioxidativ, cholesterinsenkend, knochenstärkend, antibakteriell, appetitanregend und krebshemmend.

Die Einsatzmöglichkeiten von Kurkuma sind u.a.:

  • Krebs
  • Verdauungsprobleme
  • Rheuma
  • Arthrose
  • Kreislaufprobleme
  • unterschiedliche Entzündungsbeschwerden
  • Pilzinfektionen
  • Menstruationsprobleme
  • Osteoporose
  • Alzheimer und Demenz
  • Diabetes
  • Gewichtsabnahme
  • Hautprobleme
  • Schönheitspflege und Anti-Aging

Tolle Unterstützung, aber kein „Allheilmittel“

Allgemein gilt Kurkuma als gut verträglich und weist kaum Nebenwirkungen auf – vor allem nicht in seiner natürlichen Form. Bei Arzneimitteln und Nahrungsergänzungen sollten Sie die entsprechenden Hinweise nachlesen und beachten. Manchmal kann es zu Durchfall, Übelkeit oder unregelmäßigem Blutdruck kommen. Es wird geraten, Kurkuma nicht bei einer entsprechenden Überempfindlichkeit, bei Gallensteinen oder Gallenverschluss anzuwenden.

Wenn Sie die gewünschten Wirkungen mit Kurkuma erzielen möchten, wird allgemein empfohlen, die Speisen möglichst täglich damit zu würzen und das Ganze mit hochwertigen Nahrungsergänzungen zu unterstützen. Ansonsten wäre der Curcumin-Gehalt zu gering. Dies gilt vor allem dann, wenn Sie bestimmte Beschwerden gezielt loswerden möchten. In dem Fall empfehlen wir Ihnen unbedingt, mit Ihrem behandelnden Therapeuten Rücksprache zu nehmen.

Außerdem denken wir, dass eine Mayr-Kur in vielen Fällen das erste Mittel der Wahl sein sollte – sowohl was die Darmgesundheit und die Funktion der Verdauungsorgane, als auch was die Entgiftung, Übergewicht und zahlreiche andere gesundheitliche Beschwerden betrifft. Unserer Meinung nach ist Kurkuma aber auf jeden Fall eine wertvolle Ergänzung in der Küche und für Ihr gesundheitliches Wohlbefinden. Ansonsten halten wir Kurkuma-Sublimation auf jeden Fall für sinnvoller, als wenn Sie zu Abnehmpillen, chemischen Verdauungs“helfern“ u.ä. greifen.

Kurkuma für gesunden Darm und funktionierende Verdauung

Für uns besonders interessant ist natürlich die Wirkung von Kurkuma auf Darm und Verdauung. Das enthaltene Curcumin sowie das ätherische Öl Turmeron regen die Produktion von Magensaft und Gallenflüssigkeit an und kurbeln die Verdauung an. Durch die vermehrte Ausschüttung der Verdauungssäfte wird außerdem die Darmflora reguliert und der pH-Wert steigt Richtung basisch. Das wiederum sorgt dafür, dass bestimmte Verdauungsenzyme aktiver werden, wodurch Blähungen, Sodbrennen und chronischer Verstopfung vorgebeugt wird. Hinzu kommt, dass eine gesunde Darmflora gefährlichen Bakterien und Viren nur wenig Nährboden bietet sowie die Therapie Tumoren in Magen und Darm erleichtert und unterstützt.

Die Inhaltsstoffe im Kurkuma sorgen zudem für die vermehrte Herstellung von Flüssigkeit in der Galle Diese entleert sich innerhalb kürzester Zeit wieder, was die Fettverdauung unterstützt. Dabei binden die vermehrt ausgeschütteten Gallensäuren kleine Fettpartikel im Darm und erleichtern damit deren Aufnahmeüber die Darmschleimhaut im Körper. Hinzu kommen die krampflösenden Eigenschaften von Kurkuma, die verkrampfte Muskelfasern im Magen-Darm-Trakt beruhigen und zur besseren Verdauung beitragen. Deshalb macht es Sinn, vor allem fettes Essen damit zu würzen.

Bei Durchfall infolge Aufregung wird empfohlen, einen halben Teelöffel Kurkuma in Ingwer- oder Pfefferminztee zu geben. Zudem zeigen Studien, dass bei Magen-Darm-Krebs deutlich weniger Schmerzen auftreten und sogar die Metastasen zurückgehen, wenn die Patienten zusätzlich zu den chemischen Medikamenten auch regelmäßig Kurkuma einnehmen. Nicht zuletzt konnte in Studien nachgewiesen werden, dass Curcumin aufgrund seiner antioxidativen, entzündungshemmenden und entgiftenden Eigenschaften mutierende Krebszellen zerstören und gesunde Zellen wieder herstellen kann – u.a. bei Darmkrebs.

Kurkuma zur Entgiftung

In der Ayurveda wird Kurkuma bereits seit Jahrtausenden zur Entgiftung genutzt. Und auch heute kann die Pflanze für Entgiftungskuren eingesetzt werden. Laut Studien wirkt Kurkuma beispielsweise gegen Quecksilber im Körper. Es reduziert den dadurch entstehenden oxidativen Stress, verringert die Quecksilberkonzentration im Gewebe und verbessert Leber- und Nierenwert. Neueste Forschungen zeigen zudem, dass Kurkuma die Belastung durch Fluorid und dessen erneute Anreicherung im Körper verhindern kann. Ein Zuviel an Fluoriden im Körper schädigt u.a. Gehirn, Nerven, Knochen und Zähne. Wie giftig die Substanz ist, zeigt sich auch daran, dass sie viele Jahre als Rattengift und in Pestiziden verwendet wurde.

Wie entgiftend Kurkuma sonst noch im Körper wirkt, dazu nachfolgend einige Beispiele:

  • Im Darm verhindert Kurkuma das übermäßige Wachsen von krankmachenden Keimen und daraus resultierende schädliche Entzündungsprozesse. Durch die von Kurkuma angeregte beschleunigte Verdauung verbleiben schädigende Stoffe kürzer im Körper und Keime, Gifte sowie Schwermetalle können nicht eingelagert werden.
  • Durch die oben beschriebene Förderung des Gallenflusses wird die Fettverdauung in der Leber angeregt und deren Entgiftungsfunktion unterstützt. Zudem fördert Kurkuma die Bildung von bestimmten Leberenzymen, welche für ein schnelles Ausscheiden von Giftstoffen aus dem Körper sorgen.
  • Kurkuma erhöht die Löslichkeit der Gallenflüssigkeit. So fällt dem Körper der Abbau von Substanzen leichter, die dafür verantwortlich sind, dass sich Gallensteine entwickeln. Diese wiederum können nicht nur äußerst schmerzhaft schein, sondern auch zahlreiche Beschwerden wie Übelkeit, Brechreiz und Entzündung der Gallenblase verursachen.
  • Auch der antibakteriellen und antiseptischen Wirkung von Kurkuma ist es zu verdanken, dass Bakterien, Pilze, Parasiten und Viren wirksam bekämpft und Toxine aus dem Körper geleitet werden.

Abnehmen mit Kurkuma

Eine Studie mit Mäusen weist stark darauf hin, dass Kurkuma hilfreich bei der Gewichtsabnahme ist. Ein Effekt dabei ist, dass das Curcumin die Bildung von neuem Fettgewebe behindert und Fettzellen zerstört, so dass der Körper diese leichter ausscheiden kann. Zudem reguliert es den Blutzuckerspiegel dauerhaft. Ein schwankender Blutzucker dagegen sendet dem Körper falsche Sättigungs- und Hungersignale, was durch die Regulierung nicht mehr der Fall ist.

Eine weitere Rolle bei der Gewichtsreduktion spielt das Curcumin, indem es mit dem Fettgewebe in Wechselwirkung tritt und chronische Entzündungen unterdrückt. Zudem sorgt der durch Kurkuma angekurbelte Stoffwechsel dafür, dass sich Fette nicht so leicht im Körper einlagern können.

Des Weiteren wird durch die bereits erwähnte verstärkte Entleerung der Gallenblase insbesondere die Lipidverdauung unterstützt, was übergewichtigen Menschen beim Abnehmen helfen kann.
Nicht zuletzt lösen die im Curcumin vorhandenen Bitterstoffe ein schnelleres Sättigungsgefühl aus und bremsen den Heißhunger auf Süßes.

Fazit

Kurkuma stärkt die Verdauung und den Darm, fördert die Entgiftung, hilft beim Abnehmen und vieles mehr. Wie Sie das Gewürz in der Mayr-Küche am besten anwenden oder den Gelbwurz als Nahrungsergänzungsmittel einsetzen, erfahren Sie in diesem Beitrag: Kurkuma – Verwendung in der Mayr-Küche und als Nahrungsergänzung

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