Mayr-Kur und gesunder Lebensstil gegen Bluthochdruck

Bluthochdruck
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In unserem ersten Teil haben Sie erfahren, was genau Bluthochdruck ist und welche Ursachen, Symptome sowie Folgen eine Hypertonie haben kann. Heute geht es vordergründig darum, wie Sie mithilfe eines gesundes Lebensstils – zu der aus unserer Sicht auch eine regelmäßige Mayr-Kur gehört – dem Bluthochdruck vorbeugen können. Zudem unterstützen Sie damit die Behandlung, auch wenn Sie bereits Medikamente einnehmen. Oft kann das dazu führen, dass Sie deren Dosierung mindestens reduzieren oder Sie die Mittel sogar weglassen können. Erfahren Sie jetzt, wie Sie mithilfe einer gesünderen Lebensführung zu mehr Wohlgefühl und Gesundheit gelangen.

Hypertonie-Therapie mit Medikamenten

Beim Erreichen eines bestimmten Blutdruckwertes und/oder bei vorhandenen Risikofaktoren für z. B. Herzinfarkt oder Schlaganfall (aber spätestens ab Blutdruckwerten von 140/90 mmHg) wird eine Behandlung mit Medikamenten empfohlen – sie gehören in der Schulmedizin zur Basistherapie. Ziel ist dabei die Senkung des Blutdrucks auf die definierten Normalwerte (siehe Teil 1 unseres Beitrages zum Bluthochdruck).

Verschiedene der verabreichten Medikamente werden häufig kombiniert verschrieben, um die erwünschte Wirkung zu erzielen. Dabei sollen die enthaltenen Wirkstoffe auf die Organe einwirken, die den Blutdruck steuern – dazu zählen Gehirn, Herz, Blutgefäße und Nieren. Zu bedenken ist, dass diese Arzneimittel mit Nebenwirkungen einhergehen, wie beispielsweise trockenem Reizhusten, Schwellungen in Gesicht und Rachen, Beeinflussung der Nierenfunktion, Wassereinlagerung in den Knöcheln, verstärkte Müdigkeit bis hin zu Herzrhythmusstörungen oder weißem Hautkrebs.

In der folgenden Tabelle stellen wir Ihnen in Kurzform die gängigen Medikamente mit ihrer Wirkweise (je nach Inhaltsstoff) vor – einige davon sind z. B. für Schwangere oder Nierenkranke tabu:

MedikamentWirkweise
ACE-HemmerVerhindern die Bildung eines bestimmten Hormons, das die Blutgefäße verengt
Angiotensin-RezeptorblockerBlockade eines Rezeptors bzw. der „Eintrittspforte“ für das blutgefäßverengende Hormon
Kalzium-AntagonistenHemmung des Kalziumeinstroms, um die Blutgefäße zu entspannen und zu weiten
DiuretikaAnregung der Nieren, dem Körper Wasser zu entziehen (entwässernd), um das Blutvolumen zu verringern
Betablocker / Alpha-2-AntagonistenGefäßerweiterung, Dämpfung des Herzschlags und Hemmung eines blutgefäßverengenden Hormons oder des Stresssystems im Gehirn
Direkte ReninhemmerHemmung eines blutgefäßverengenden Hormons

Lebensstil anpassen – Blutdruck senken

Wenn Sie nicht zu den Menschen gehören wollen, die ohne zu hinterfragen dauerhaft Medikamente einnehmen, sondern vielmehr auf natürliche Weise etwas für Ihre Gesundheit tun möchten, sollten Sie unbedingt an der Stelle weiterlesen. Denn es gibt verschiedenste wirksame Möglichkeiten, Bluthochdruck vorzubeugen und zu senken – teilweise bis hin zu normalen Blutdruckwerten. Das unterstützt einerseits die medikamentöse Behandlung und kann andererseits sogar dazu führen, dass Sie ab einem gewissen Zeitpunkt komplett ohne Chemie auskommen. Natürlich ersetzen die nachfolgend genannten Ernährungs- und Verhaltensweisen keine Therapie – am besten stimmen Sie sich immer mit Ihrem behandelnden Arzt ab.

Dabei geht es darum, mithilfe verschiedener Maßnahmen Ihren Lebensstil anzupassen. Das meiste davon ist einfach im Alltag zu integrieren – wir empfehlen Ihnen, mit einer Maßnahme zu beginnen und sobald sich diese als „normal“ in Ihrem Leben etabliert hat, eine weitere Komponente in Angriff zu nehmen. Vielleicht berücksichtigen Sie auch schon einiges davon und müssen Ihre Verhaltensweisen nur teilweise ändern. Oder aber Sie sind willensstark und motiviert genug, in größeren Schritten voranzugehen. Was auch immer es ist: In den folgenden Abschnitten kommen unsere Tipps zur natürlichen Senkung des Blutdrucks.

So hilft die Mayr-Kur gegen Bluthochdruck

Natürlich beginnen wir mit dem, was uns am meisten am Herzen liegt: dem Mayern. Denn eine Mayr-Kur kann auf unterschiedliche Weise zur Regulierung des Blutdrucks beitragen. Der Hauptgrund liegt darin, dass eines der Endziele der Kur eine bewusstere und gesündere basische Ernährung auf Basis von überwiegend pflanzlichen Lebensmitteln ist. Laut einer Studie 1) verringert nämlich eine pflanzenbasierte Ernährung u. a. das Risiko für Bluthochdruck und Übergewicht – Letzteres ist wiederum eine Ursache für erhöhte Blutdruckwerte.

Bereits während der Fastenkur ernähren Sie sich gesünder und salzärmer. Sie erhalten außerdem eine Schulung und ganz viel Motivation, damit Sie die gesunde Ernährung im Alltag fortführen können. Beim Mayern werden Sie auch feststellen, dass Sie Ihren Geschmackssinn ganz neu entdecken und häufig mehr Achtsamkeit für den eigenen Körper und die Ernährung entwickeln – das macht den Einstieg für eine gesündere Nahrung deutlich leichter.

Doch die Mayr-Kur kann noch mehr. Mithilfe der Darmsanierung und Entgiftung des Körpers steigert sich Ihr allgemeines Wohlbefinden, was einen positiven Einfluss auf den Blutdruck haben kann. Das hängt auch mit der Stressreduktion zusammen, die eine der Säulen beim modernen Mayern ist. Als weitere Säule kommen moderate Bewegung und Sport hinzu – das sind, wie Sie später noch lesen werden, ebenfalls wichtige Maßnahmen gegen Bluthochdruck. Zudem fördert die bei einer betreuten Mayr-Kur übliche manuelle Bauchbehandlung die Durchblutung und den Lymphfluss – das kann die Herz- und Atemfunktion verbessern sowie den Blutdruck normalisieren.

Blutdruck senken mit der richtigen Ernährung

Da wir nun schon so häufig über die passende Ernährung gesprochen haben, möchten wir Ihnen eine basenüberschüssige Kost ans Herz legen. Sie ist allgemein gesundheitsfördernd, wenn sie überwiegend aus frischen Lebensmitteln besteht. Im verlinkten Beitrag finden Sie zahlreiche Tipps und Infos dazu. Um das Ganze noch zu untermauern, stellen wir Ihnen nachfolgend natürliche Lebensmittel bzw. Ernährungsweisen vor, die Einfluss auf normale Blutdruckwerte haben:

  • Rote Beete: Eine britische Studie 2) mit 15 Freiwilligen mit Bluthochdruck zeigte, dass das Trinken von einem halben Liter Rote-Beete-Saft täglich den systolischen Blutdruck für einen Tag um etwa 5 mmHg senken kann. Als Grund werden die enthaltenen Nitrate angenommen, die im Körper zu Nitrit umgewandelt werden. Dieses erweitert die Gefäße, was den Blutdruck senkt.
  • Nitratreiche Gemüsesorten: Entsprechend sind weitere nitratreiche Gemüsesorten empfehlenswert, auch wenn es dazu keine Studien gibt. Viel Nitrat ist beispielsweise in Blatt- und Wurzelgemüse wie Spinat, Kohlrabi, Ruccola oder Fenchel enthalten. Nitratreich sind auch Salate wie Feld- oder Kopfsalat sowie einige Kohlsorten, z. B. Weißkohl.
  • Ingwer: Die gesunde Knolle wirkt leicht gefäßerweiternd, was wiederum den Blutdruck positiv beeinflussen kann. Sie können Ingwer auch in der Mayr-Ernährung einsetzen und als Gewürz für viele Gerichte verwenden. Zudem eignet er sich sehr gut als Tee.
  • Mediterrane Kost und DASH-Ernährung: Laut Experten hat eine mediterrane Ernährung – das bedeutet viel frisches Gemüse, Obst sowie Fisch – einen blutdrucksenkenden Effekt. Obst und Gemüse enthalten u. a. viel Kalium, was positiv auf den Blutdruck wirken kann. Ganz ähnlich wirkt die DASH-Ernährung 3) (Dietary Approaches to Stop Hypertension), ein speziell für Menschen mit Bluthochdruck entwickeltes Ernährungskonzept. Es umfasst neben Obst und Gemüse auch Hülsenfrüchte, Nüsse und Vollkornprodukte sowie fettarme Milchprodukte und mageres Fleisch. Nur in geringen Mengen auf den Tisch sollten große Mengen an (fetten) Fleischprodukten, Frittiertes (aufgrund der Transfettsäuren), Zucker (z. B. auch gesüßte Getränke wie Cola & Co) sowie raffinierte Stärke.
  • Kaliumreiches Obst und Gemüse: Wie bereits erwähnt, kann Kalium dabei helfen, den Blutdruck zu senken. Als kaliumreich gelten beispielsweise Kartoffeln, Karotten, Spinat, Tomaten, Bananen und Aprikosen.

5 weitere hilfreiche Verhaltensweisen gegen Hypertonie

Neben der Mayr-Kur bzw. dem Fasten und einer passenden Ernährung haben Sie weitere zusätzliche Möglichkeiten, Ihren Blutdruck zu senken und gegen Bluthochdruck vorzugehen. Das sind die wichtigsten Punkte dazu:

  1. Salzarmes Essen: Laut der Deutschen Herzstiftung reagiert etwa die Hälfte der Menschen mit Bluthochdruck empfindlich auf Salz – gemeint ist damit Kochsalz, dass überwiegend aus Natriumchlorid besteht. Demnach kann bereits die tägliche Einsparung von einem gestrichenen Teelöffel Salz (ca. 5 Gramm) den Blutdruck senken (systolisch um 6-8 mmHg / diastolisch um ca. 3 mmHg). In unserem Beitrag über Salz erfahren Sie, wo es überall versteckt ist und welche Alternativen es gibt.
  2. Regelmäßige Bewegung: Noch ein bisschen stärker sinkt der Blutdruck, wenn Sie auf ausreichend Bewegung bzw. moderaten Sport achten. Als Faustregel wird empfohlen, sich wenigstens fünfmal pro Woche für eine halbe Stunde aktiv zu bewegen. Besonders empfehlenswert sind dabei Radfahren, Laufen, Walking und Schwimmen.
  3. Stressfrei leben: Stress wirkt sich auf die Blutdruckwerte aus und lässt sie in die Höhe schnellen – ob es nun im Beruf oder im Privatleben stressig zugeht. Deshalb sollten Sie auf sich achtgeben – sich z. B. mehr Pausen gönnen, Entspannungsmethoden anwenden und ausreichend schlafen. Aufgrund von Stress kann es zu chronischen Entzündungen im Körper kommen, in deren Folge die Gefäße Schaden nehmen und der Blutdruck steigt.
  4. Normalgewicht anstreben: Laut Studien verringert bei Übergewichtigen eine Gewichtsabnahme den Blutdruck – je weniger Kilo zu viel auf den Rippen sind, desto besser. Deshalb ist es sinnvoll, dass Sie abnehmen und ein Normalgewicht anstreben bzw. Ihr Gewicht halten – dabei kann auch die Mayr-Kur hilfreich sein.
  5. Genussgifte meiden: Bereits nach einer Woche ohne Rauchen reduzieren sich die Blutdruckwerte. Auch Passivraucher sind übrigens von Bluthochdruck betroffen. Deshalb ist ein rauchfreier Haushalt die beste Lösung gegen Hypertonie. Wenn Sie nur wenig Alkohol trinken, verringern Sie ebenfalls das Risiko von Bluthochdruck. Empfohlen werden für Männer maximal 20 Gramm und für Frauen maximal 10 Gramm Alkohol täglich. Zur Orientierung: 10-12 Gramm Alkohol entsprechen 0,25 Liter Bier oder 0,1 Liter Sekt bzw. Wein.

Fazit: Mayr-Kur gegen Bluthochdruck

Wie Sie nun wissen, gibt es zahlreiche Medikamente gegen Bluthochdruck, die allerdings mit Nebenwirkungen einhergehen. Zum Glück haben Sie die Möglichkeit, mit einem gesünderen Lebensstil den Blutdruck zu senken und vielleicht sogar auf Normalwerte zu bringen. Eine Mayr-Kur beinhaltet im Prinzip alles, was für blutdrucksenkende Verhaltensweisen empfohlen wird – Sie brauchen das Ganze dann nur noch in Ihren normalen Alltag mitzunehmen, damit es dauerhafte positive Effekte gibt.

Quellen:

1) https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/43099

2) https://www.ahajournals.org/doi/full/10.1161/HYPERTENSIONAHA.111.00933

3) https://link.springer.com/article/10.1007/s00059-012-3613-1

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