Winter kann so schön sein: glitzernder Raureif auf Dächern, Bäumen und Gräsern, herrliche Winterlandschaft beim Skifahren, jede Menge Spaß im Schnee und sich danach zuhause gemütlich aufwärmen bei einer Tasse Tee. Doch die kalte Jahreszeit birgt auch die größere Gefahr einer Erkältung mit ihren unangenehmen Begleiterscheinungen. Erfahren Sie, wie es zu einer Erkältung kommen kann, was die Symptome sind, wie Sie mit einer Mayr-Kur und weiteren natürlichen Methoden vorbeugen können und einiges mehr.
Viren und Bakterien als Auslöser …
Jeder kennt es: dieses Schwächegefühl, die Gliederschmerzen, die verstopfte Nase, den Druck im Kopf, das schlimme Kratzen im Hals – um nur einige Begleiterscheinungen einer Erkältung zu nennen. Damit Sie diese künftig vermeiden können, betrachten wir das Thema genauer. Zuerst einmal geht es darum, wie eine Erkältung überhaupt entsteht.
Als Hauptursache dafür gelten verschiedene Viren. Dazu zählen beispielsweise Rhinoviren, RS-Viren, Coronaviren oder Adenoviren. Sind diese Auslöser einer Erkältung, entzündet sich vor allem die Nasenschleimhaut – oder einfacher gesagt es gibt einen Schnupfen. Kommen auch noch Bakterien hinzu, bildet sich in der Nase neben wässrigem Ausfluss auch gelber Schleim. Ursache für diese bakterielle Infektion können Streptokokken, Pneumokokken und/oder Staphylokokken sein.
… oder möglicherweise doch nicht?
Die verursachenden Viren und die teilweise dazu kommenden Bakterien gelangen entsprechend geltender Erklärungen meist über Tröpfchen in den eigenen Körper – beispielsweise beim Niesen, Husten oder Sprechen eines bereits Infizierten. Auch durch Schmierinfektion über die Hände kann eine Ansteckung erfolgen. Das geschieht beispielsweise, wenn Sie Türklinken, Stifte, Handys oder andere Gegenstände anfassen, auf denen Keime sitzen. Wenn Sie danach Ihren Mund, Nase oder Augen berühren, geraten nach gängiger Definition die Krankheitserreger auf die Schleimhäute.
Interessant in dem Zusammenhang ist die Heinsberg-Studie 1). Sie untersuchte Proben von Luft und Oberflächen in über 20 Haushalten, deren Bewohner zur Coronazeit unter Quarantäne standen, weil einzelne Mitglieder des Haushalts an Covid 19 erkrankt waren. Trotz der teilweise schwer unter der Virusinfektion leidenden Menschen fanden die Wissenschaftler in den Luftproben keine Spur des gesuchten Virus. Ähnliches gilt für die überprüften Oberflächen – lediglich auf vier von 119 genommenen Proben von Objekten, die von schwer erkrankten Patienten berührt wurden, waren Spuren von Viren zu finden. Entsprechend sind noch viele weitere Untersuchungen erforderlich, wie es zur Ansteckung mit einem Virus kommen kann.
Starke Abwehrkräfte schützen vor „Angreifern“
Doch auch wenn Sie auf Viren und Bakterien treffen, die Erkältungen verursachen könnten, müssen Sie nicht krank werden bzw. übermäßig lange unter den Symptomen leiden. Vielmehr müssen weitere „negative Voraussetzungen“ hinzukommen, die dazu führen, dass Sie sich erkälten. Allen voran: ein geschwächtes Immunsystem. Dieses körpereigene Abwehrnetz arbeitet hochkomplex als eine vernetzte Struktur aus Zellen, Organen und Molekülen. Ständig kontrolliert es, ob Pathogene, Eindringlinge oder entartete Zellstrukturen im Körper vorhanden sind und beseitigt werden müssen.
Die wichtigsten Aufgaben Ihres körpereigenen Immunsystem sind:
- Krankheitserreger wie Viren, Bakterien, Parasiten oder Pilze sowie entartete Zellen erkennen und abwehren
- Zellabfälle und Gewebeschäden entfernen
- Entzündungsreaktionen regulieren und ein Ausufern verhindern
- Gedächtniszellen entwickeln für eine schnellere Reaktion auf erneute Angriffe
Auswirkungen eines schwachen bzw. starken Immunsystems
Ein Schwächung bzw. Überlastung des Immunsystem kann verschiedene Ursachen haben. Ein wichtiger Grund ist eine unausgewogene Ernährung, in deren Folge es zu Vitamin– und Mineralstoffmangel kommen kann. Dabei ist auch aufgrund des geringeren Sonnenlichts ein Mangel an Vitamin D zu nennen, was die Immunabwehr schwächen kann. Stress ist ebenfalls ein häufiger Grund, denn andauernde körperliche und/oder mentale Belastung kann die Abwehrkräfte enorm schwächen. Auch chronische Entzündungen, ein geschwächter Stoffwechsel bzw. ein kranker Darm oder Schlafmangel können die Immunabwehr beeinträchtigen.
Ein geschwächtes und überlastetes Immunsystem kann häufig entweder zu stark oder zu ineffizient reagieren. Das wiederum hat Folgen, zu denen neben Erschöpfung und verstärkter Müdigkeit auch langfristige Risiken wie Allergien, Herz-Kreislauf- oder Autoimmunerkrankungen gehören. Eine weitere Folge ist – wie schon gesagt – eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte wie Erkältungen.
Entsprechend sorgt ein gut ausbalanciertes Immunsystem dafür, dass Sie sich insgesamt wohler und gesünder fühlen. Das sind die Hauptvorteile von starken Abwehrkräften:
- Sie erkranken seltener an Infekten wie Erkältungen & Co.
- Sollte es doch dazu kommen, erfolgt eine schnellere Genesung.
- Im Alltag sind sie leistungsfähiger und energiegeladener.
- Ein verbesserter Stoffwechsel beugt krankmachenden Entzündungen vor.
- Ihre Psyche ist stabiler und Sie fühlen sich innerlich ruhiger und insgesamt wohler.
Weitere Gründe für eine Erkältung
Neben eingeschränkten Abwehrkräften gibt es weitere Komponenten, die eine Erkältung auslösen können – das gilt besonders für die kalte Jahreszeit, da hier einige der genannten Aspekte zusammenkommen. Zwar verursachen diese in der Regel nicht direkt eine Erkältung, können aber Viren den Weg erleichtern. Folgende Einflüsse sind gemeint:
- Kälte und trockene Luft: Erkältungsviren überleben und verbreiten sich besser, wenn niedrigere Temperaturen und trockene Luft vorherrschend sind. Genau das ist im Winter der Fall: draußen ist es kalt und drinnen durch die Heizung häufig sehr trocken. Das kann die Durchblutung der Schleimhäute verringern und die Nasenschleimhaut austrocknen, sodass sich Viren leichter festsetzen können.
- Geschlossene Räume und viele Menschen: Im Herbst und Winter halten wir uns in der Regel häufiger in geschlossenen Räumen auf und kommen seltener in den Genuss von Frischluft. Oft sind die Räume zudem schlecht gelüftet, sodass Erkältungsviren leichter übertragen werden können. In Kombination mit der Nähe zu anderen Menschen – beispielsweise in Arbeit, Schule und öffentlichen Verkehrsmitteln – steigt das Ansteckungsrisiko.
- Unzureichende Hygiene: Kommt zu den o. g. Komponenten noch eine unzureichende Hygiene hinzu, wird den Viren der Weg in den Körper zusätzlich erleichtert. Wer häufig Nase, Mund und Augen mit ungewaschenen Händen berührt, läuft eher Gefahr, krankmachende Keime „aufzuschnappen“.
Symptome einer Erkältung
Weiter oben haben wir zwar bereits einige Symptome einer Erkältung genannt, trotzdem widmen wir uns dem Thema an der Stelle nochmals kurz. Zu den typischen Symptomen gehören Kopfschmerzen, Nasenlaufen und -jucken, Niesen, verstopfte Nase mit erschwerter Nasenatmung, Halsschmerzen und Heiserkeit sowie Husten. Hinzu kommen das bekannte allgemeine Unwohlgefühl, Gliederschmerzen, Mattigkeit usw. Zwei der Symptome schauen wir uns kurz näher an:
- Schnupfen wird meist durch Viren verursacht, indem Krankheitserreger die (geschwächten) Schleimhäute der Nase angreifen. Das kann zu einer Entzündung sowie zur vermehren Schleimproduktion führen. Die Viren werden durch Tröpfchen- und/oder Schmierinfektion übertragen. Meist erreicht der Schnupfen nach 2 oder 3 Tagen seinen Höhepunkt und dauert etwa 7 bis 10 Tage.
- Husten kann deutlich länger andauern als Schnupfen. Handelt es sich um akuten Husten, kann er bis zu 3 Wochen anhalten, sogenannter subakuter Husten sogar bis zu 8 Wochen. Außerdem wird in zwei Arten unterschieden: Trockener Husten (Reizhusten), der mit einer Erkältung einhergeht, ist oft schmerzhaft oder kratzend. Dagegen ist beim produktiven Husten Schleim (Auswurf) mit im Spiel. Dieser entsteht, wenn z. B. Viren in die Atemwege gelangen. Dadurch bildet sich in den Lungen verstärkt Schleim, in den die Erreger oder andere störende Artikel „verpackt“ und dann ausgehustet werden.
Dauer von Inkubation, Ansteckung und Erkältung
Die Inkubationszeit drückt aus, wieviel Zeit zwischen dem ersten Kontakt mit dem Virus bis zum Auftreten erster Symptome vergeht. Sie beträgt bezogen auf eine Erkältung nur 1 bis 2 Tage. Wenn Sie sich angesteckt haben, können Sie bereits auch für andere ansteckend sein, obwohl Sie selbst noch gar keine Symptome verspüren. Die Ansteckungsgefahr bleibt dann noch 2 Wochen bestehen.
Je nachdem, wie stark Ihr Immunsystem ist, kann eine Erkältung unterschiedlich lang dauern. In der Regel sind es 7 bis 10 Tage. Die Dauer der Erkältung können Sie zudem mit bestimmten Maßnahmen verkürzen, indem Sie vor allem Ihr Immunsystem bei der Bekämpfung der Viren unterstützen. Welche natürlichen Mittel Ihnen dabei helfen und wie die Mayr-Kur für starke Abwehrkräfte sorgen kann, erfahren Sie in unserem nächsten Beitrag.
Unser Fazit
In der kalten Jahreszeit ist die Gefahr besonders hoch, sich zu erkälten. Denn jetzt herrschen Bedingungen, die den Krankheitskeimen – allen voran den Viren – besonders gelegen kommen. Gleichzeitig können Sie einer Erkältung mit einem starken Immunsystem sehr gut entgegenwirken bzw. die Erkrankung verkürzen. Wie die Mayr-Kur Sie dabei unterstützen kann und welche Maßnahmen Ihnen außerdem dabei helfen, Erkältung & Co vorbeugen, indem Sie u. a. Ihr Immunsystem stärken, das lesen Sie hier.
