Majoran und Oregano in der Mayr-Küche: Mehr Aroma für bekömmliche Gerichte

Majoran und Oregano in der Mayr-Kur
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Majoran und Oregano bringen viel Aroma in Ihre Mayr-Küche – und das ganz ohne schwere Saucen oder üppige Zutaten. Gleichzeitig werden beide Kräuter traditionell mit der Unterstützung der Verdauung und des Darms in Verbindung gebracht. So können sie eine bekömmliche Ernährung geschmackvoll ergänzen und damit während Ihrer Mayr-Kur interessante Begleiter sein.

Die beiden eng verwandten Kräuter unterscheiden sich allerdings in Aussehen, Duft, Geschmack und Verwendung. Welches Kraut passt zu welchen Gerichten? Was können Majoran und Oregano für Verdauung und Darm leisten? Und worauf sollten Sie beim Würzen während einer Mayr-Kur achten? Lesen Sie mehr darüber …

Majoran und Oregano – Verwandte mit erkennbaren Unterschieden

Majoran und Oregano gehören beide zur Gattung Origanum und damit zur Familie der Lippenblütler. Botanisch sind sie also eng miteinander verwandt und ähneln sich auch in ihrer Wuchsform. Betrachten Sie die Pflanzen jedoch genauer, fallen die unterschiedlichen Blätter auf. Hinzu kommen die verschiedenen Duft- und Geschmacksnoten.

Auch in der Küche erfüllen die beiden Kräuter deshalb unterschiedliche Aufgaben: Majoran eignet sich hervorragend für eine milde, ausgewogene Würze, während Oregano kräftigere mediterrane Aromen in ein Gericht bringt.

Majoran – mild, fein und leicht süßlich

Majoran und Oregano in der Mayr-Kur

Der Echte Majoran (Origanum majorana) stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wird heute in vielen Regionen als Küchen- und Gewürzpflanze angebaut. Die Pflanze bleibt recht kompakt und bildet vergleichsweise kleine (20-25 mm) und zarte Blätter. Sie sind graugrün bis weich-mattgrün, oval, an den Enden rund und überwiegend glatt.

Auch geschmacklich zeigt sich der Majoran von seiner sanften Seite. Sein Aroma ist mild, leicht süßlich und blumig. Dadurch passt er besonders gut zu Speisen, bei denen die Kräuter den Geschmack eher begleiten und unterstützen sollen. Kartoffeln, Gemüsegerichte, Suppen und leichte Eintöpfe lassen sich beispielsweise mit Majoran aromatisieren.

Oregano – kräftig, herb und würzig

Majoran und Oregano in der Mayr-Kur

Oregano (Origanum vulgare) ist ebenfalls im Mittelmeerraum heimisch und heute vor allem aus der mediterranen Küche bekannt. Seine Blätter wirken kräftiger als die des Majorans. Sie haben überwiegend ein dunkleres und reineres Grün. Zudem sind sie länger (25-40 mm), eiförmig bis länglich, spitz zulaufend, dicker und behaart.

Der Unterschied wird noch deutlicher, wenn Sie beide Kräuter zwischen den Fingern zerreiben. Majoran verströmt ein mildes, leicht süßliches und blumiges Aroma. Oregano dagegen duftet deutlich kräftiger, herb und würzig, teilweise auch rauchig.

Majoran und Oregano unterstützend bei der Mayr-Kur

Die Mayr-Küche setzt nicht auf viele Zutaten oder möglichst intensive Geschmackserlebnisse. Im Mittelpunkt stehen vielmehr eine bewusste, ausgewogene und möglichst bekömmliche Ernährung sowie die Entlastung und Unterstützung des Verdauungssystems. Kräuter und Gewürze können dabei eine wichtige Rolle übernehmen. Majoran und Oregano liefern viel Geschmack, ohne dass Sie dafür große Mengen Fett oder stark verarbeitete Würzmittel benötigen. Das macht beide Kräuter zu interessanten Begleitern einer leichten Küche.

Zudem stellt eine Mayr-Kur die Verdauung und einen gesunden Darm in den Mittelpunkt. Leichte, gut bekömmliche Mahlzeiten, bewusstes Kauen und eine Entlastung des Verdauungssystems sollen dazu beitragen, die Ernährung wieder stärker auf die Bedürfnisse des Körpers auszurichten. Kräuter wie Majoran und Oregano können diese Form der Ernährung auf schmackhafte Weise begleiten. Gleichzeitig bringen beide Kräuter interessante Pflanzenstoffe mit, die mit der Verdauung in Verbindung stehen.

Majoran – sanfte Würze und Hilfe bei Verdauungsbeschwerden

Besonders interessant ist Majoran im Hinblick auf die Verdauung. Die Europäische Arzneimittelagentur führt Majoran als traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur symptomatischen Linderung leichter Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl. Die Einschätzung beruht dabei auf der langjährigen traditionellen Anwendung des Krauts.

Majoran enthält verschiedene ätherische Öle, darunter Terpinen-4-ol, Sabinen und Linalool. Hinzu kommen Rosmarinsäure, Flavonoide und weitere Polyphenole. Diesen Pflanzenstoffen werden unterschiedliche biologische Eigenschaften zugeschrieben. Besonders interessant ist die traditionelle Verwendung des Majorans als verdauungsförderndes und karminatives Kraut.

Der Begriff „karminativ“ bezeichnet die traditionelle Anwendung eines Krauts bei Blähungen und einer vermehrten Ansammlung von Darmgasen. Genau dieser Aspekt macht Majoran zu einem interessanten Begleiter der Mayr-Küche. Denn wenn eine leichtere Ernährung den Verdauungstrakt entlasten soll, können gut verträgliche Kräuter dabei helfen, die Mahlzeiten bekömmlich und zugleich aromatisch zu gestalten.

Auch die ätherischen Öle des Majorans werden mit einer Unterstützung der Verdauungstätigkeit und der Bildung von Verdauungssäften in Verbindung gebracht. Als mildes Gewürzkraut kann Majoran daher eine ausgewogene Ernährung sinnvoll ergänzen und die Verdauung auf natürliche Weise begleiten – ohne den Eigengeschmack der Speisen zu überdecken.

Das ist natürlich während einer Mayr-Kur sehr interessant: Sie müssen auf aromatischen Genuss nicht verzichten, auch wenn schwere Saucen, üppige Zutaten und eine starke Würzung nicht im Mittelpunkt stehen. Ein wenig Majoran kann bereits ausreichen, um Gemüse, Kartoffeln, Suppen oder leichte Eintöpfe geschmacklich abzurunden.

Oregano – kräftiges Aroma und interessante Pflanzenstoffe

Auch Oregano wird traditionell mit der Unterstützung der Verdauung in Verbindung gebracht. So wurde das ätherische Öl des Oreganos im Zusammenhang mit Verdauungsbeschwerden und Krämpfen untersucht. Zudem soll das Gewürzkraut hilfreich gegen Durchfall, Erbrechen und allgemeine Beschwerden des Verdauungstraktes in Darm, Magen, Galle oder Leber sein.

Für seine besonderen Eigenschaften sind vor allem die Pflanzenstoffe Carvacrol und Thymol interessant. Sie gehören zu den charakteristischen Bestandteilen des ätherischen Oreganoöls. Daneben enthält Oregano unter anderem Rosmarinsäure, Flavonoide und weitere Polyphenole.

Carvacrol und Thymol zeigen in zahlreichen Laboruntersuchungen eine antimikrobielle Wirkung. Sie können das Wachstum bestimmter Bakterien, von Darmparasiten und anderer ungewünschter Mikroorganismen hemmen. Ein ausgewogenes Zusammenspiel der nützlichen Mikroorganismen gilt als wichtiger Bestandteil einer gesunden Darmfunktion. Für die Mayr-Küche bedeutet das vor allem: Oregano ist über die reine Geschmackswirkung hinaus ein interessantes Gewürzkraut.

Interessant für Verdauung, Stoffwechsel und Gewichtsregulation

Majoran und Oregano können Ihre Mayr-Kur auf unterschiedliche Weise begleiten: als milde Unterstützung der Verdauung – z. B. bei Blähungen, Völlegefühl und Durchfall – sowie für ein gesundes Darmmilieu. Eine gut funktionierende Verdauung bildet im Übrigen auch eine wichtige Grundlage für die Aufnahme und Verwertung von Nährstoffen. Gleichzeitig sollten Sie bedenken, dass eine gute Verdauung von vielen Faktoren abhängt. Dazu gehören die Auswahl und Qualität der Lebensmittel, die Zubereitung, die Nahrungsmenge und nicht zuletzt die Art und Weise, wie Sie essen.

Die Inhaltsstoffe von Majoran und Oregano werden außerdem im Hinblick auf den Stoffwechsel wissenschaftlich untersucht. Beide Kräuter gehören zur Gattung Origanum und enthalten neben ätherischen Ölen verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide, Phenolsäuren und andere Polyphenole. Bei Majoran wurden in präklinischen Untersuchungen unter anderem mögliche Einflüsse auf den Zuckerstoffwechsel untersucht. Auch für Oregano gibt es Forschungsansätze zu Stoffwechselprozessen, unter anderem zum Zucker- und Fettstoffwechsel.

Aus diesen Forschungsergebnissen lässt sich zwar nicht ableiten, dass Majoran oder Oregano den Stoffwechsel beim Menschen direkt ankurbeln. Und auch für eine direkte Wirkung der beiden Küchenkräuter auf die Gewichtsabnahme fehlen ausreichende Belege. Dennoch können sie Ihre bewusstere und leichtere Ernährungsweise mit positiven Effekten unterstützen und gleichzeitig genussvoller gestalten.

Antioxidative Pflanzenstoffe in Majoran und Oregano

Sowohl Majoran als auch Oregano enthalten zahlreiche Pflanzenstoffe mit antioxidativen Eigenschaften. Dazu gehören unter anderem Rosmarinsäure, Flavonoide und weitere Polyphenole. Bei Majoran wurde Rosmarinsäure beispielsweise als wichtiger antioxidativer Pflanzenstoff identifiziert; auch Oregano ist reich an verschiedenen phenolischen Verbindungen.

Antioxidative Pflanzenstoffe können dazu beitragen, Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Das wiederum beeinflusst nicht nur Ihren Alterungsprozess und Ihr Wohlbefinden, sondern kann auch auf die Vorbeugung und Linderung unterschiedlichster Krankheiten Einfluss nehmen.

Majoran und Oregano im vergleichenden Überblick

EigenschaftMajoranOregano
Unterstützung der Verdauung⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐
Bei Blähungen/Völlegefühl⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐
Ätherische Ölereichlichsehr reichlich
Carvacrol/Thymoleher geringbesonders charakteristisch
Antimikrobielle Pflanzenstoffevorhandenausgeprägt
Rosmarinsäure/Polyphenolevorhandenvorhanden
Einfluss auf Zucker- und Fettstoffwechselwird untersuchtwird intensiv untersucht
Bezug zur Gewichtsregulationmögliche interessante Inhaltsstoffemögliche interessante Inhaltsstoffe
Blätter20-25 mm lang, zart, Graugrün bis Weich-Mattgrün, oval, an den Enden rund, glatt25-40 mm, dicker, Dunkelgrün, eiförmig bis länglich, spitz zulaufend, behaart
Geschmackmild, würzig, leicht süßlichkräftig, sehr würzig, herb
Typischer EinsatzSuppen, Kartoffelgerichte, Gemüse, Hülsenfrüchtemediterrane Gerichte, Pizza, Tomaten, Gemüse, Fleisch
Wichtigste mögliche EffekteUnterstützung bei Blähungen und VöllegefühlPositiver Einfluss auf das Darmmikrobiom
Weitere Inhaltsstoffeätherische Öle, z. B. Terpinen-4-ol, Sabinen und Linalool, und Polyphenoleätherische Öle, insbesondere Carvacrol und Thymol, und Polyphenole
Wissenschaftliches Interessewird unter anderem hinsichtlich antioxidativer und stoffwechselbezogener Eigenschaften untersuchtumfangreich u. a. anderem hinsichtlich antioxidativer, antimikrobieller und stoffwechselbezogener Eigenschaften untersucht

Majoran und Oregano richtig anwenden – die wichtigsten Tipps

  • Würzen Sie während einer Mayr-Kur eher maßvoll. Die Mayr-Küche soll den Eigengeschmack der Lebensmittel unterstützen und nicht von einer starken Gewürzmischung überdeckt werden. Weniger ist deshalb oft mehr.
  • Beginnen Sie mit kleinen Mengen. Besonders Oregano besitzt ein sehr intensives Aroma. Geben Sie zunächst eine geringere Menge der Kräuter an das Gericht und würzen Sie bei Bedarf nach.
  • Kombinieren Sie die Kräuter mit frischen Lebensmitteln. Einfache Zutaten wie Kartoffeln, Möhren, Zucchini, Fenchel oder anderes Gemüse gewinnen durch eine kleine Menge Kräuter deutlich an Aroma.
  • Frisch oder getrocknet? Frische Kräuter bringen ein besonders lebendiges Aroma mit. Getrocknete Kräuter sind dagegen praktisch, gut lagerfähig und jederzeit verfügbar. Bei Oregano ist die getrocknete Variante häufig besonders aromatisch.
  • Frische Kräuter können Sie gegen Ende der Garzeit hinzufügen. So bleibt ihr feines Aroma besser erhalten. Getrockneter Majoran darf dagegen früher mitgaren.
  • Achten Sie auf Qualität. Kaufen Sie möglichst hochwertige (Bio)-Kräuter aus zuverlässiger Quelle. Bei getrockneten Kräutern sollten Verpackung und Inhalt trocken, sauber und aromatisch sein.
  • Lagern Sie getrocknete Kräuter dunkel und trocken. Licht, Wärme und Feuchtigkeit können Aroma und Qualität beeinträchtigen. Ein gut verschließbares Gefäß aus Glas oder Keramik im Küchenschrank eignet sich besser als ein Platz direkt über dem Herd.
  • Halten Sie frische Kräuter feucht. Das funktioniert am besten in einem angefeuchteten Küchentuch im Gemüsefach des Kühlschranks. Sie können die Kräuter auch für ein, zwei Tage in einem Glas mit Wasser aufbewahren.
  • Verwechseln Sie Küchenkraut und ätherisches Öl nicht. Oregano- und Majoranöl enthalten die Pflanzenstoffe in wesentlich höherer Konzentration. Sie sind nicht einfach mit der normalen Verwendung als Gewürz gleichzusetzen. Ätherische Öle sollten Sie deshalb nicht eigenständig in größeren Mengen innerlich einnehmen.
  • Beobachten Sie Ihre individuelle Verträglichkeit. Auch natürliche Kräuter bekommen nicht jedem Menschen gleich gut. Gerade während einer Ernährungsumstellung sollten Sie – neben dem Start mit geringeren Mengen – auch auf die Reaktionen Ihres Körpers achten und entsprechend reagieren.

Welche Mayr-Gerichte lassen sich mit Majoran und Oregano verfeinern?

Die Einsatzmöglichkeiten sind größer, als es zunächst scheint. Wir haben mal wieder in unseren Büchern „Die neue milde Ableitungsdiät nach F.X. Mayr“ (1) sowie „F.X. Mayr für zuhause“ (2) geblättert und Ihnen zur Appetitanregung beispielhaft je 10 Gerichte herausgesucht, die dort für verschiedene Phasen der Mayr-Kur genannt werden und wo Majoran bzw. Oregano zum Einsatz kommen:

10 Gerichte mit Majoran

  1. Basensuppe (1)
  2. Hirseschnitzel mit Karotten (1)
  3. Safran-Gemüserisotto mit Champignons (1)
  4. Quark mit Majoran (1)
  5. Cremige Kartoffelsuppe (1)
  6. Buchweizen mit Zucchini-Champignon-Ragout (1)
  7. Hirsefladenbrot mit Erdnüssen (2)
  8. Gedämpftes Gemüse (2)
  9. Hirsebratlinge mit Gemüse (2)
  10. Spinat-Kartoffel-Auflauf (2)

10  Gerichte mit Oregano

  1. Gemüsebrühe (1)
  2. Hühnchengeschnetzeltes (1)
  3. Karotten-Kartoffel-Rösti mit Wurzelwerk (1)
  4. Seezungenfilet mit Gemüsegratin (1)
  5. Pikante Kartoffelpizza (1)
  6. Hirsotto mit Schafskäse (1)
  7. Maissoufflé mit pikantem Gemüse (1)
  8. Griechische Gemüsepfanne (2)
  9. Kohlenhydratfreie Nudeln mit Gemüsesugo (2)
  10. Spinat-Tofu-Lasagne

Fazit

Majoran und Oregano sind mehr als aromatische Küchenkräuter. Für die Mayr-Küche sind beide Kräuter interessant, weil sie einfachen Speisen viel Geschmack verleihen können, ohne dass schwere Saucen oder große Mengen Fett notwendig sind. Gleichzeitig werden die Gewürzkräuter u. a. mit der Unterstützung der Verdauung, mit der Linderung von Blähungen, Völlegefühl und Durchfall sowie der Verbesserung des Darmmilieus in Verbindung gebracht. Das kann Ihr Wohlgefühl und den Erfolg der Mayr-Kur zusätzlich unterstützen.

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