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Mit Hanf im Trend: nährstoffreich und vielseitig

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Wir geben zu: Das Wort „Superfood“ wird heutzutage schon fast zu oft bemüht. Doch der Hanf hat die Bezeichnung wirklich verdient. Denn er verfügt über eine hohe Nährstoffdichte und zwar in einer sehr ausgewogenen und für uns Menschen gut verwertbaren Form. Zudem bereichert sein leicht nussiger Geschmack zahlreiche Gerichte. Nicht zuletzt kann Hanf auf vielfältige Weise eingesetzt werden und ist zudem eine sehr ökologische Pflanze.

  • Nutzhanf verfügt über zahlreiche wertvolle Nährstoffe, die vom menschlichen Körper besonders gut aufgenommen, verdaut und verwertet werden können.
  • Die Inhaltsstoffe des Hanfs sind u.a. hilfreich beim Muskelaufbau, bei der Entgiftung, beim Abnehmen, für ein stärkeres Immunsystem und jüngeres Aussehen.
  • Neben der gesunden Ernährung kommt Nutzhanf auf weiteren Gebieten zum Einsatz, wie z.B. in Kosmetika sowie in der Papier- und Textilherstellung.

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Hanf ohne Rausch – dafür gesund und lecker

Zuerst einmal ist es wichtig zu erwähnen, dass Speisehanf nichts mit der Droge Marihuana und auch nichts mit der Nutzung als Arzneimittel zu tun hat. Beim Nutzhanf handelt es sich um eine Sorte, die keine berauschenden Wirkstoffe enthält. Das THC bzw. Tetrahydrocannabinol wird zwar auf den leckeren und gesunden Hanfprodukten manchmal mit 0,01% Rest-THC angegeben. Aber diesen Hinweis müssen die Hersteller vermerken, um kein Risiko einzugehen. Zudem ist THC im Harz der Blüten enthalten, während der Hanfsamen bzw. die Hanfnüsse THC-frei sind. Sie kommen also auf KEINEN Fall in Konflikt mit dem Gesetz, wenn Sie Nutzhanf bzw. dessen Produkte verzehren und verspüren auch keine berauschende Wirkung.

Im Folgenden betrachten wir die enthaltenen Nährstoffe näher und welche gesundheitlichen Wirkungen diese haben können. Zudem geht es natürlich um die praktische Verwendung des Hanfes, die enorm vielseitig ist. Interessant ist sicherlich auch zu erfahren, wie positiv sich Hanf auf Böden und Umwelt auswirkt.

Proteine: Muskeln aufbauen und Eiweißbedarf decken

Hanf ist eine der wenigen Pflanzen, die alle für den Menschen notwendigen essentiellen Aminosäuren in ausreichender Menge liefert. Diese müssen wir mit der Nahrung aufnehmen, da unser Körper sie nicht selbst herstellen kann. Hanfsamen bestehen aus 20 bis 24 % hochwertigem und leicht verdaulichem Protein – manche Quellen sprechen auch von über 30 Gramm Eiweiß in 100 Gramm Hanf. In jedem Fall sind diese Mengen für eine Pflanze ganz hervorragend. Da das Hanfeiweiß in seiner Molekularstruktur den menschlichen Proteinen sehr ähnelt, kann unser Körper es besonders schnell aufnehmen, verwerten und in die notwendigen Bestandteile umwandeln.

Vor allem Sportler verwenden Hanfproteinpulver, um den Muskelaufbau zu unterstützen. Dafür sorgen die im Hanf reichlich enthaltenen verzweigtkettigen Aminosäuren, die für Muskelwachstum und -reparatur benötigt werden. Durch seinen hohen Proteingehalt ist Hanf natürlich auch für Vegetarier und Veganer interessant, um den Eiweißbedarf zu decken. Aber auch alle anderen profitieren von den besonders hochwertigen Hanfproteinen. Denn Eiweißbausteine sind u.a. auch wichtig für Zellerneuerung und Blutbildung. Hinzu kommt, dass spezielle Aminosäuren im Hanf an der Zellentgiftung beteiligt sind sowie die Produktion von vitalen Enzymen unterstützen.

Fettsäuren: entzündungshemmend, verjüngend und entgiftend

Ein ungünstiges Fettsäureverhältnis in der Ernährung begünstigt und verstärkt zahlreiche entzündliche Prozesse. Mit Hanf ist diese Gefahr wesentlich reduziert, denn er enthält als einzige Pflanze das optimale Fettsäuren-Verhältnis von 3,75 : 1 bezogen auf Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren. Somit unterstützt die Pflanze eine entzündungshemmende Ernährung. Die im Hanf in großen Mengen enthaltenen ungesättigten Fettsäuren benötigt Ihr Körper u.a. für ein funktionierendes Nervensystem und den Zellaufbau.

Außerdem ist Hanf reich an Gamma-Linolensäure (GLA). Diese wirkt sich sehr positiv auf entzündliche Prozesse (z.B. rheumatoide Arthritis und Neurodermitis) sowie auf einen balancierten Hormonhaushalt (z.B. beim prämenstruellen Syndrom) aus. Hinzu kommt, dass GLA das Hautbild verbessern, Faltenbildung vorbeugen, das Haar verschönern und die Nägel festigen kann. Des Weiteren unterstützt die Fettsäure einen schnelleren Fettabbau, die bessere Nährstoffaufnahme und die Entgiftung des Organismus.

Vitamine & Co: Energie steigern und Verdauung fördern

Hanfsamen liefern zudem reichlich Vitamin E, das die Körperzellen vor freien Radikalen schützt. Ähnliches gilt auch für die enthaltenen B-Vitamine. Besonders interessant – wiederum für diejenigen, die kaum oder wenig Tierisches essen, ist die Tatsache, dass Hanf deutlich mehr Vitamin B2 als viele tierische Produkte enthält (Ausnahme: Leber). Vitamin B2 ist wichtig für Augen und Sehschärfe, eine gute Haut, den Muskelaufbau und für den Umgang mit Stress.

Im Hanf sind zudem verschiedene Mineralstoffe enthalten wie Kalium, Magnesium, Kalzium und Eisen. Durch die hohe Nährstoffdichte im Hanf hat dieser einen sehr positiven Einfluss auf die Gesundheit: Die geistige und körperliche Energie werden gesteigert, die Immunabwehr gestärkt, das Gedächtnis verbessert und der Blutdruck gesenkt. Zudem fördern die reichlich enthaltenen Ballaststoffe eine gesunde Verdauung.

6 Versionen vom Hanf in der Ernährung

Vom Hanf sind so gut wie alle Pflanzenteile verwendbar. Das sind die wichtigsten Einsatzgebiete:

  1. Hanfsamen bzw. Hanfnüsse: Sie gibt es geschält und ungeschält im Handel. Die ungeschälte Variante ist reicher an Ballaststoffen und Omega-6-Fettsäuren, etwas knackiger und vom Geschmack her ein wenig intensiver. In der geschälten Version überwiegt die Nährstoffmenge, sie ist zarter und lässt sich super mahlen bzw. pürieren. Mit ihrem nussigen und leicht süßlichen Geschmack können Sie Hanfsamen sowohl für süße als auch herzhafte Speisen verwenden – beispielsweise über Salate, Müsli, Gemüsegerichte oder Joghurt streuen, in den Smoothie oder in Suppen geben oder damit Dressings, Desserts oder Aufstriche zubereiten. Zudem können Sie daraus Hanfmilch herstellen.
  2. Hanföl: Dabei handelt es sich um ein aromatisches Speiseöl, das für die kalte Küche geeignet ist. Beispielsweise verleiht es Salaten ein vollmundiges, kräftiges Aroma. Sie können es auch über leicht abgekühlte Speisen oder in den Smoothie geben oder zur Herstellung von Marinaden und Dips verwenden. Besonders wertvoll ist kaltgepresstes Hanföl, das Sie an der grün-gelben Färbung erkennen. Dunkelgrünes Hanföl wurde erhitzt und enthält daher eine reduzierte Menge an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Mit 20 Gramm hochwertigem Hanföl decken Sie bereits den Tagesbedarf an den wichtigsten essentiellen Fettsäuren.
  3. Hanfmehl: Es entsteht durch schonendes Mahlen des bei der Ölgewinnung anfallenden Presskuchens. Hanfmehl ist eine aromatische Zutat beim Kochen oder Backen. Sie können es zudem in den Smoothie, ins Müsli oder In Suppen geben, wo es wertvolle Nährstoffe liefert und gleichzeitig als Bindemittel fungiert. Da Hanfmehl kein Gluten enthält, können Sie es nicht alleine zum Backen verwenden – z.B. für Brot, Kuchen und Kekse. Bis zu 15 % der Mehlgesamtmenge können Sie aber mit Hanfmehl ersetzen.
  4. Hanfproteinpulver: Eignet sich, wenn Sie den Muskelaufbau unterstützen oder als Vegetarier/Veganer bzw. zur gesundheitsbewussten Ernährung Ihren Eiweißbedarf decken möchten. Geben Sie 2 bis 3 Esslöffel täglich in Smoothie, Wasser oder Saft. Für Sportler oder Menschen in extremen (Belastungs)Situationen (körperlich oder geistig) ist für einige Zeit auch die doppelte Menge möglich. Achten Sie bitte auf die Verzehrempfehlung des Herstellers. Hanfproteinpulver können Sie außerdem dem Mehl beim Backen zusetzen oder es in Suppen, Soßen u.ä. geben.
  5. Hanfblätter: Die chlorophyllhaltigen Blätter des Hanfs unterstützen den Körper bei der Reinigung des Blutes und der Bildung frischer Blutzellen. Außerdem ist in Hanfblättern die entzündungshemmende Substanz Cannabidiol (CBD) enthalten. Es wird angenommen, dass das CBD im Hanf die körpereigenen Cannabinoid-Rezeptoren aktiviert. Diese beeinflussen u.a. Stimmung, Gedächtnis, Schlaf, Immunsystem, Magen-Darm-Trakt sowie die Regulierung von Entzündungen. Empfehlenswert ist, die Chlorophyll reichen Hanfblätter roh zu verzehren – beispielsweise in den Salat oder den Smoothie gemischt.
  6. Fertigprodukte: Im Handel gibt es natürlich zahlreiche hanfhaltige Lebensmittel zu kaufen: Kekse, Milch, Aufstriche, Gewürze, Nudeln, Süßigkeiten, Müsliriegel, Fruchtschnitten, Tee, Bier, Sirup und ähnliches.

Hanf in Kosmetik, Textilien, Papier und Baustoffen

In Kurzfassung weitere Anwendungsgebiete des Hanfs:

  • Kosmetika mit Hanf: Hauptsächlich wird das Hanföl verwendet, das als natürliches Anti-Aging-Produkt die Hautalterung verlangsamen kann. Zudem können Hanfcremes die Haut vor schädlichen äußeren Einflüssen schützen und haben eine entzündungshemmende Wirkung, was besonders bei spröder und trockener Haut hilfreich ist. Auch in Parfums sowie Massage- bzw. Aromaölen wird Hanf verwendet. Bei der Massage kann er Krämpfe und Verspannungen lösen, Entzündungen hemmen und beruhigend wirken. In der Aromatherapie wird dem Hanföl eine Reinigung der Atemwege nachgesagt.
  • Papierherstellung: Papier, dem zu einem hohen Anteil Zellstoff aus der Hanfpflanze zugesetzt wird, ist besonders reißfest und feuchtigkeitsresistent. Da die Produktionskosten recht hoch sind, wird Hanf hauptsächlich für Spezialpapier verwendet – beispielsweise zur Herstellung von Banknoten.
  • Textilbranche: Ob Bekleidung, Rucksäcke, Taschen oder technische Textilien – die Hanffasern sorgen für einen angenehmen Tragekomfort und eine hohe Feuchtigkeitsaufnahme.
  • Bauindustrie: Hanffasern werden hauptsächlich als Naturdämmstoff oder für technische Filze und Vliese verwendet. Zudem kommen Hanffasermatten in der Kleintierhaltung und Pflanzenzucht zum Einsatz.

Fazit

Hanf ist ein sehr schmackhaftes und nährstoffreiches Lebensmittel. Natürlich sollten Sie auch bei Hanfprodukten auf Qualität achten. Wir empfehlen in jedem Fall, auf Bioprodukte zurückzugreifen – sowohl beim „Rohmaterial“ als auch bei Fertigprodukten. Neben der Ernährung kommt der Hanf auf weiteren Gebieten zum Einsatz, wobei er sich hier häufig noch nicht gegen die meist billigeren „Konkurrenz-Rohstoffe“ durchsetzen konnte.

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