Mayr-Kur nach ärztlicher Anleitung und Plan

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Sanfte Hilfe für eine starke Leber

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Im Beitrag „Die Funktionen der Leber“ haben Sie erfahren, warum eine gesunde Leberfunktion so wichtig für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlgefühl ist. Heute geht es darum, wie Sie mit einer Mayr-Kur und anderen Maßnahmen das Entgiftungsorgan wirkungsvoll auf natürliche Weise stärken und bei seiner Arbeit unterstützen können. Und wir steigen sofort ins Thema ein…

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Entgiftung der Leber mit einer Mayr-Kur

Mit einer Mayr-Kur und den dabei eingesetzten Methoden unterstützen Sie auch die Leber auf vielfältige Weise. Hier die wichtigsten Wirkungen:

  • Darmreinigung: Leber und Darm beeinflussen sich gegenseitig in ihrer Funktion. So nimmt der Darm mittels seiner Barrierefunktion einen großen Einfluss auf die Leber. Ist die Darmflora gestört, können Bakteriengifte und Pilze in die Leber gelangen und diese schwächen. Außerdem entstehen durch eine gestörte Verdauung einerseits Gärprozesse und andererseits gelangen giftige Stoffwechselrückstände in die Leber. Beides führt zu einer Überlastung des Organs. Je besser also der Darm seine Aufgaben übernehmen kann und je gesünder die Darmflora, desto positiver wirkt sich dies auf die Leberfunktion aus. Eine Darmreinigung mittels Mayr-Kur sorgt für einen starken und gut funktionierenden Darm.
  • Bauchbehandlungen: Die typischen manuellen Bauchbehandlungen während einer ambulanten oder betreuten Mayr-Kur regenerieren nicht nur den Magen-Darm-Trakt, sondern aktivieren auch die Funktion der Leber.
  • Leberwickel: Während des Mayerns werden fast immer auch Leberwickel – manchmal auch Heublumenwickel genannt – durchgeführt. Diese fördern die Entgiftung und Entschlackung und bringen Entspannung für den gesamten Organismus. Leberwickel können Sie gut auch selbst zuhause durchführen.
  • Bittersalz: Die Gabe von Bittersalz trägt zur Reinigung des Darms bei und damit – wie oben beschrieben – zur Entlastung bzw. Stärkung der Leber.
  • Fasten: Während einer Mayr-Kur werden zahlreiche leberschädigende Lebensmittel gemieden. Das Fasten – egal, welche Variante dabei gewählt wird – trägt dazu bei, dass die Leber geschont wird und sich von ihrer anstrengenden Entgiftungsarbeit erholen kann.
  • Ernährung: Auch außerhalb der Kur gehört eine basenüberschüssige Ernährung zu den Mayr-Prinzipien. Sauer verstoffwechselte Lebensmittel werden weitgehend gemieden und stattdessen leicht verdauliche Kost aus frischen Zutaten bevorzugt. So entsteht ein Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper und die Leber wird entlastet. Hinzu kommt, dass die Leber umso weniger entgiften muss, je hochwertiger Ihre Nahrung ist. Außerdem führen Sie Ihrem Körper und auch den Leberzellen mit frischen Lebensmitteln nährende Vitalstoffe und zellschützende Antioxidantien zu.

Unsere Top-3-Heilpflanzen für die Leber

Eine Mayr-Kur führen Sie in der Regel ein- bis zweimal pro Jahr durch. Dabei lernen Sie, sich gesund, darm- und auch leberschonend zu ernähren. Zusätzlich dazu können Sie mit verschiedenen Heilkräutern die Entgiftungsfunktion sowie andere Aufgaben der Leber unterstützen. Wir empfehlen Ihnen dazu die folgenden Heilpflanzen:

Löwenzahn

Im Löwenzahn sind zahlreiche Bitterstoffe sowie u.a. Phytosterine, ätherische Öle, Triterpenoide, Gerbstoffe und Flavonoide enthalten. All seine Inhaltsstoffe regen in ihrem Zusammenwirken den Gallenfluss und damit das Ausscheiden von Abfallstoffen über die Harnwege an.

Artischocke

Den Blättern der Artischocke wird eine leberregenerierende und leberentgiftende Wirkung nachgesagt. Zurückgeführt wird dies vor allem auf die enthaltenen Bitterstoffe, zu denen u.a. die Kaffeoylchinasäurederivaten gehören. Diese bringen die Galletätigkeit in Schwung und regulieren die Fettverdauung.

Mariendistel

Mariendistelfrüchte liefern die Substanz Silymarin. Dieser Pflanzenstoff zählt zu den bekanntesten Gegenspielern verschiedener Lebergifte. Silymarin schützt die Leberzellen vor dem Eindringen toxischer Stoffe. Gleichzeitig regt die Substanz die Bildung neuer Zellen in der Leber an und fördert auf diese Weise die Regeneration des Organs.

Leberstärkende und -schützende Gewürze

Auch die Gewürze in Ihren Speisen beeinflussen die Leberfunktion – wie u.a. diese:

  • In Kurkuma ist der Stoff Curcumin enthalten, der die Leber auf wirksame Weise vor Schädigungen durch Gifte schützen kann. Curcumin ist sogar in der Lage, geschädigte Leberzellen wieder zu regenerieren. Nicht zuletzt bringt die Substanz auf natürliche Weise die Produktion der Gallenflüssigkeit in Schwung, sorgt für die Verkleinerung angeschwollener Lebergänge und verbessert die Gallenblasenfunktion. Verwenden Sie Kurkuma am besten immer in Verbindung mit etwas Pfeffer.
  • Der Hauptinhaltsstoff von Chili ist Capsaicin. Diese Substanz ist ein starker Reiniger und Entgifter. Außerdem wird die Leber mithilfe von Capsaicin vor schädlichen Stoffen geschützt, während gleichzeitig eine Regeneration des Organs eingeleitet wird. Sogar die Gefahr von Zirrhosen und Leberkrebs soll sich mit Capsaicin reduzieren lassen. Laut Studien konnte mit Capsaicin das Fortschreiten giftbedingter Leberschäden aufgehalten und die Ausbreitung von Leberfibrosen gestoppt werden.
  • Bereits Paracelsus wusste, dass Korianderkraut die Leber entgiftet. Heutzutage ist die europäische Naturheilkunde davon überzeugt, dass frischer Koriander toxische Metalle wie Aluminium, Quecksilber, Blei und Cadmium aus dem Körper ausleiten kann. Diese giftigen Schwermetalle schwächen Immunsystem und Körper und können langfristig zu chronischen Krankheiten führen. Werden diese aus dem Körper entfernt, wird die Leber bei ihrer Entgiftungsarbeit entlastet.

Lernen Sie unsere Top 12 der leberfreundlichen Lebensmittel kennen.

Weitere Maßnahmen für eine erfolgreiche „Leberhygiene“

Probiotika fördern und beschleunigen laut Studien ganz massiv die Rückbildung einer Fettleber. Probiotische Bakterien wirken sich also nicht nur positiv auf den Darm aus, sondern stärken auch direkt die Leber. Probiotika puffern u.a. die Folgen von Schadstoffen beispielsweise aus Lebensmitteln oder Medikamenten ab und aktivieren Entgiftungsprozesse. Auf diese Weise entlasten sie die Leber bei ihrer Entgiftungsfunktion. Zu probiotischen Lebensmitteln gehören beispielsweise Sauerkraut, Kombucha oder Miso sowie milchsauer eingelegtes Gemüse. Auch entsprechende Joghurts werden im Handel angeboten – wir empfehlen Ihnen hier, zu Naturjoghurts ohne weitere Zusatzstoffe zu greifen.

In der Psychosomatik wird die Funktion eines Organs neben dem stofflichen Bereich auch auf seelischer Ebene betrachtet. So steht eine gesunde Leberfunktion für die Fähigkeit, das „rechte Maß“ zu finden. Auch eine gute Bewertung und Einschätzung von Menschen und Dingen im eigenen Leben sowie die Fähigkeit zu unterscheiden, was einem gut tut oder eher schadet, zählen dazu. So kann es für eine gute Leberhygiene Sinn machen, die eigenen Lebensbereiche nach diesen Aspekten zu überprüfen – sowohl beruflich als auch privat. Beispielsweise, ob es in bestimmten Bereichen Menschen oder Umstände gibt, die Ihnen nicht gut tun oder ob in Beziehungen oder Überzeugungen ein maßloses Zuviel existiert. Wenn Sie so etwas erkennen, kann ein „Entmüllen“ und Sortieren auch auf körperlicher Ebene zu Entlastungen führen.

Für viele der geschilderten Maßnahmen gibt es auch Nahrungsergänzungen – seien es beispielsweise Kurkuma, Capsaicin oder Probiotika. Diese machen sicherlich Sinn, wenn Sie Ihre Leber einmal gründlich entgiften wollen. Ansonsten ist es wesentlich sinnvoller, durch eine entsprechende Lebensweise die Leber dauerhaft zu stärken. Nur so kann sich das Organ langfristig erholen und selbständig regenerieren. Ganz im Mayrschen Sinne sollten Sie deshalb:

Fazit

Die genannten Maßnahmen helfen Ihnen dabei, die Funktion Ihrer Leber zu stärken und diese gesund zu erhalten – ganz vorn dabei ist die regelmäßige Durchführung einer Mayr-Kur. Welche Lebensmittel der Leber besonders gut tun, erfahren Sie demnächst.

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