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Darmgesundheit – 8 wichtige Tipps für einen gesunden Darm

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Ein gesunder Darm ist also wesentlich für Ihre Gesundheit, Ihr Wohlgefühl, eine gute Stimmung und die Abwehr von Krankheitserregern. Heutzutage achten leider viele Menschen nicht ausreichend auf eine angemessene Darmgesundheit. Normalerweise ist der Darm zwar dazu in der Lage, sich selbst zu reinigen. Doch viele Faktoren wie fehlerhafte Ernährung, Dauerstress, Bewegungsmangel oder Medikamenteneinnahme tragen dazu bei, dass der Darm seine Selbstreinigungskräfte nicht aktivieren und deshalb seine wichtigen Funktionen nicht in vollem Umfang erfüllen kann.

Im Artikel „Die Darmreinigung beim Mayr-Kuren“ haben wir Ihnen einige Methoden vorgestellt, wie Sie Ihren Darm bei seiner Säuberung unterstützen. Und Sie können in Ihrem Alltag auf einfache Weise noch eine ganze Menge mehr für einen gesunden, leistungsfähigen Darm tun. Mit den folgenden Tipps bereiten Sie gleichzeitig die unterschiedlichen Darmreinigungsmaßnahmen vor und sorgen für deren erfolgreiche Wirkung. Und wenn der eine oder andere Punkt zu einer liebgewordenen Gewohnheit wird, trägt dies natürlich zusätzlich zu einem dauerhaft gesunden Darm bei.

Tipps für einen gesunden Darm:

1. Frisches Gemüse und Obst

Mit frischen natürlichen Lebensmitteln tun Sie Ihrem Körper und auch dem Darm gleich mehrfach Gutes: Sie nehmen viele wertvolle Nährstoffe zu sich und füllen vor allem Ihren Mineralienvorrat auf. Der ist nämlich bei den meisten Menschen stark aufgebraucht, viele leiden sogar unter Mineralienmangel. Dabei sind Mineralstoffe für sehr viele Vorgänge im Organismus lebensnotwendig, wie beispielsweise Zell-, Hormon-, Herz- und Gehirnfunktionen. Außerdem beugen die sekundären Pflanzenstoffe in den Lebensmitteln Darmkrebs vor – allen voran seien hier Kohlarten wie Rosenkohl oder Brokkoli sowie Tomaten und Zitrusfrüchte genannt. Zur Unterstützung Ihres Hauptentgiftungsorgans, der Leber, sind Bitterstoffe ganz besonders wichtig. Sie sind beispielsweise in Endiviensalat, Rauke, Feldsalat, Chicoree, Artischocken sowie Wildkräutern enthalten. Bringen Sie Abwechslung auf den Tisch – dann schmeckt es und sorgt für einen gesunden Mix aus notwendigen Nährstoffen.

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2. Gras- und Kräutersäfte

In grünen Pflanzenanteilen ist besonders viel des pflanzlichen Farbstoffs Chlorophyll enthalten. Dieser Stoff ähnelt dem menschlichen Hämoglobin und trägt demzufolge sehr viel zur Reinigung des Blutes bei. Außerdem harmonisiert das Chlorophyll Ihren Säure-Basen-Haushalt und unterstützt dadurch auch die Darmgesundheit. In den grünen Pflanzen sind zudem zahlreiche gesunde Inhaltsstoffe und die bereits oben erwähnten Bitterstoffe enthalten. Mit „Gras“ ist beispielsweise Weizen- oder Gerstengras gemeint, zu den Wildkräutern gehören Löwenzahn, Giersch, Vogelmiere und viele andere. Frisch gepresst, wird daraus ein Powergetränk allererster Güte. Falls Ihnen dieser Saft zu „herb“ ist, können Sie die Gräser und Kräuter zusammen mit Obst oder Gemüse im Mixer zu einem grünen Smoothie zubereiten.

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3. Ballaststoffe

Ballaststoffe dienen den wertvollen Mikroorganismen als wichtige Nahrungsquelle und halten dadurch ein günstiges Bakteriengleichgewicht im Darm. Außerdem quellen die Faserstoffe aus der pflanzlichen Kost im Darm und erhöhen damit das Stuhlvolumen. Auf diese Weise verbleibt der Stuhl kürzer im Darm und eine Verstopfung hat keine Chance. Gleichzeitig wird damit verhindert, dass krebserregende Substanzen und Giftstoffe zu lange Kontakt mit der Darmwand haben. Viele Ballaststoffe sind enthalten in Obst und Gemüse, Vollkorngetreide, Nüssen, Kleie sowie Lein- oder Flohsamen. Empfohlen werden ca. 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag sowie pro Esslöffel 115 ml Flüssigkeit, damit die Faserstoffe gut quellen können. Welches die passenden darmfreundlichen Getränke sind, erfahren Sie im nächsten Punkt.

>> Ballaststoffe – gute und schlechte?

4. Gesundes Trinken

Insgesamt sollten Sie mindestens 2 Liter, besser 3 Liter pro Tag trinken. Bevorzugen Sie dabei reines, kohlensäurefreies Wasser oder Kräutertees. Mit den getrunkenen Flüssigkeiten werden die gelösten Gifte leichter und schneller aus dem Körper hinaus befördert. Hin und wieder sind auch 1:3 mit Wasser verdünnte Saftschorlen möglich und ein, zwei Tassen Grüner Tee täglich. Kaffee oder Schwarztee bitte möglichst höchstens eine Tasse am Morgen. Meiden sollten Sie zuckerhaltige Getränke wie Cola, Limonade oder Eistees. Auch Alkohol ist „Gift“ für die Darmzellen.

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5. Probiotika

Probiotische Keime siedeln sich teilweise im Dickdarm an und unterstützen dort die körpereigenen gesunden Mikroorganismen bei ihrer Arbeit. Die positiven Milchsäurebakterien tun der Darmflora gut, drängen Darmerkrankungen sowie Nahrungsmittelunverträglichkeiten zurück und beugen Darmkrebs vor. Enthalten sind Probiotika beispielsweise in Kefir, Sauerkraut, Naturjoghurt, saurer Molke oder vergorenen Säften. Zudem gibt es probiotische Nahrungsergänzungsmittel.

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6. Ungesättigte Fettsäuren

Wenn Sie Fette benutzen und dabei Ihren Darm schonen wollen, sollten Sie ungesättigte Fettsäuren wie in Oliven-, Distel- oder Rapsöl bevorzugen. Auch Kokosöl mit seinem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren ist wohltuend für den Darm, weil es gut bekömmlich und leicht verdaulich ist. Tierische Fette dagegen sind eher zu meiden. Einzige Ausnahme sind die mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren, wie sie beispielsweise in Fischöl enthalten sind. Diese schützen den Darm, indem sie das Entstehen von Polypen an der Dickdarmschleimhaut hemmen.

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7. Bewegung

Mit Sport und körperlicher Aktivität bringen Sie den Darm in Schwung. Sie sollten sich also ausreichend bewegen, um Ihre Darmperistaltik anzuregen. Am besten dafür geeignet sind Ausdauersportarten wie Walken, Joggen, Fahrradfahren, Schwimmen oder Wandern. Laut Studien soll regelmäßiger Sport das Darmkrebs-Risiko übrigens halbieren. Wenn Sie all die genannten Sportarten nicht so mögen, probieren Sie es doch einmal mit Trampolin springen. So ein Mini-Trampolin können Sie bequem im Wohnzimmer aufstellen und dabei sogar noch fernsehen. Wippen Sie darauf ein- oder zweimal täglich für 20 Minuten. Das stärkt die Muskeln und regt die Lymphzirkulation an, welche wiederum für ein rascheres Ausscheiden der Giftstoffe sorgt.

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8. Entspannungstraining

In der Hektik des Alltags vergessen viele die eigenen Bedürfnisse. Nicht selten wird dabei sogar der Entleerungsreiz unterdrückt und auf „später“ verschoben. Das tut dem Darm nicht gut. Stress und falsche Atmung tragen außerdem dazu bei, dass der Körper übersäuert und damit auch der Darm überlastet wird. Aus diesem Grund ist ein gezieltes Atem- und Entspannungstraining hilfreich – zum Abbau des Stresses und zur Unterstützung der Darmgesundheit. Sie haben dabei die Wahl zwischen Yoga, autogenem Training, progressiver Muskelentspannung oder bestimmten Meditationstechniken. Für mehr als „nur“ Entspannung sorgen Thai Chi oder Qui Gong: Verschiedene Übungen sprechen bestimmte Meridianpunkte an und aktivieren damit die Ausleitungsorgane.

Fazit

Ein gesunder Darm trägt in vielerlei Hinsicht zu Ihrem Wohlbefinden bei – mit obigen „alltagserprobten“ Tipps werden Sie Ihrem Darm wesentlich mehr Entspannung bei gleichzeit bedeutend weniger Reizung zukommen lassen – ganz sicher zum Wohle Ihres Gesamtbefindens. Wir finden, mehr Motivation kann es kaum bedürfen und wünschen Ihnen aus der Redaktion von Mayr-Kuren.de viel Erfolg bei der Umsetzung!